| etwa 750 | Wendische Siedlung "Tribun", was auf einen Opferplatz oder auch eine Rodung verweist [Me40,1] | ||
| zwischen 1158 und 1163 |
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| zwischen 1168 und 1184 | 2. These: Bau der Wehrkirche zur Grenzbefestigung durch die Dänen bzw. von ihnen geschickte Siedler. Seit 1136 führen die dänischen Könige immer wieder Feldzüge gegen die Slawen in Rügen und Pommern. Waldemar I. 1157 - 1182 intensiviert im Bündnis mit dem Erzbistum Lund und teilweise mit, teilweise gegen Heinrich den Löwen die Eroberung und Christianisierung des Gebietes. Nach der Eroberung der Slawenfeste Arkona im Jahre 1168 sind die Dänen Herren Rügens, die von ihnen belehnten Rügenfürsten bleiben bis 1325 unter dänischer Hoheit. Die Expansion geht weiter. Zeugnis dafür ist u.A. die Besetzung des von slawischen Edelleuten gegründeten Klosters Dargun durch Mönche aus Esrom (Dänemark) im Jahre 1172. Nach dem Sturz Heinrich des Löwen, 1180, üben die Dänen im Bereich von Recknitz bis Ryck unter Einbeziehung örtlicher Fürsten unangefochten die Oberhoheit aus. Eine dänische Befestigung der Westgrenze, also entlang der Recknitz gegen die (noch) rivalisierenden Mecklenburger hat Sinn. 1184 besiegen die Dänen im Greifswalder Bodden die Pommern unter Bogislaw I. endgültig und infolge dieses Sieges unterwerfen sich 1185 auch die mecklenburgischen Slawenfürsten Borwin (von Ilow und Mecklenburg) und Niklot (von Rostock). Die Dänen haben die Herrschaft an der gesamten Ostseeküste, die ihnen erst 1227 durch die Lübecker und Hamburger teilweise wieder abgejagt wird. Wenn man vorsichtshalber annimmt, daß die Tribohmer Gegend, obwohl küstennah gelegen, keinen dänischen Brückenkopf bildete, der schon vor dem Sieg über die Rügenfürsten bestand, dann ergibt sich als wahrscheinlichster Zeitraum für die Errichtung gleich einer Kette von Wehrkirchen der angegebene.Die Dänen jener Zeit sind natürlich keine Wikinger. Hägar steht hier nur als Symbol für die alten Dänen. | ||
| 1200 | Die rügenschen Fürsten Jaromar I. (1170-1218) und Wizlaw I. (1218-1249) fördern die Siedlungstätigkeit durch persönliche Freiheiten und steuerliche Erleichterungen. Es beginnt die friedliche Landnahme durch deutsche Bauern, Handwerker, Händler, Ritter und Mönche. | ||
| 1210 bis 1215 | 3. These: Bau der Kirche durch Ungenannt. Diese Datierung soll aus der Chronik von Tribohm stammen und ist verbunden mit der dazu zeitlich nicht passenden Zuordnung zu Berno von Schwerin. Der berühmte Archivrat Lisch datiert die heutige Tribohmer Kirche auf 1212 [Me40,1]. | ||
| 1231 | Der rügensche Fürst Witzlaff I. gründet das Kloster Neuenkamp/Neuencamp (heute Franzburg) [Me40,1], eine Filiation der rheinischen Zisterzienserabtei (Alten)Kamp. Dies wird einer der größten Klosterkomplexe im südlichen Ostseegebiet des 13./14. Jahrhunderts. Die Mönche intensivieren die schon früher eingeleitete wirtschaftliche Erschließung des Landes. | ||
| gegen 1250 | 4. These: Bau der heutigen Kirche durch Handwerker aus der Altmark. Zur Datierung: Da der Bau in eine Zeit fällt, in der so vergleichsweise unwichtige Bauten nicht dokumentiert wurden, kann eine sichere Datierung nur über bautechnische Zuordnungen und gegebenenfalls den Einsatz moderner Analytik von Holz und Baustoffen erfolgen. Dendrochronologische Untersuchungen haben für das Chorgebälk mit hoher Sicherheit das Baujahr 1251 ergeben. Zum Baustil: Eine bautechnische Untersuchung durch Herrn Schöfbeck hat eine große stilistische Nähe zu gleichalten Kirchenbauten der Altmark ergeben. Wer läßt bauen? Natürlich könnte das nahe gelegene Kloster Neuencamp Bauherr sein, es kann aber auch ein von Ratzeburg aus entsandter Lehnsherr sein. Der erste belegte Besitzer in Tribohm (1268) ist ein von Dechow. Ob er mit dem Orte Dechow (bei Ratzeburg) zu tun hat, ist nicht klar. Ratzeburg steht seit seiner Gründung im Jahre 1154 in engster Verbindung zum Erzbistum Magdeburg, was den altmärkischen stilistischen Einfluß erklären könnte. Zu dieser Zeit steht der zuständige slawische Rügenfürst unter dem Einfluß Ratzeburgs: 4. November 1249, Lyon — Papst Innozenz IV. gibt dem Bischof und dem Propst von Ratzeburg den Auftrag, den Fürsten von Rügen bei Strafe der Exkommunikation zu gebieten, daß sie die gefangen gehaltenen Kreuzfahrer aus der Bremer Kirchenprovinz, die nach Livland oder Preußen ziehen wollen, ohne Lösegeld freilassen. ( Quelle PrUB 1.1.228). | ||
| 1268 | Erste urkundliche Erwähnung Tribohms. Kloster Neuencamp erhält 2 Hufen Land von Eckard von Dechow zum Geschenk, die Fürsten Wizlaw II. und Jaromar bestätigen dies [Me40,2]. | ||
| 1270 | Ein Ritter Ernst von Pentz schenkt dem Kloster Neuencamp die Bertrams- oder Monekenmühle. Diese wird 1298 als Peserow wieder erwähnz [Me40,2]. | ||
| 1272 | Das Patronat der Kirche geht an das Kloster Neuencamp | ||
| 1276 | Das Kloster Neuencamp erhält von Witzlaff II. die Mühle in Gruel zum Geschenk, die 1940 noch vorhanden ist [Me40,2]. | ||
| 1280 - 1288 | Familie Buckow als Besitzer in Tribohm genannt | ||
| 1283 | KLoster Neuencamp kauft den Zehnten zweier Hufen vom Bischof von Schwerin [Me40,2]. | ||
| 1288 | Vertrag des Klosters Neuencamp mit den Rittern Anton und Philipp von Buch, die Mühle in Tribohm betreffend | ||
| 1298 | Witzlaw II. befreit die Tribohmer Mühle von der Bede | ||
| 1314 | Kloster Hiddensee kauft von dem von Buch in Tribohm eine Mühle für 170 Mark, von Buch kauft für den Tribohmer Pfarrer eine Kornernte von 8 Scheffeln Hafer von den Hiddenseern | ||
| 1320 | Familie Bur(e) als Besitzer in Tribohm genannt | ||
| 1321 | Familie Junge als Besitzer in Tribohm genannt | ||
| 1328 | Die Zugehörigkeit des Herzogtums Barth zum Fürstentum Rügen endet mit dem Tode Wizlaw III. Der Rügensche Erbfolgekrieg, der 1328 mit dem Frieden von Brudersdorf endet, hat zur Folge, daß die Gegend für 12 Jahre an Mecklenburg verpfändet wird. Die Rückgabe kann nur durch neuen Krieg zwischen Mecklenburg und Pommern-Wolgast erreicht werden und wird nach dem Pommerschen Sieg über die Mecklenburger auf dem Schopendamm bei Loitz im Stralsunder Friede 1354 gesichert. | ||
| 1335 | Kloster Hiddensee verkauft seinen Besitz in Tribohm an Kloster Neuencamp (heute Franzburg) | ||
| 1348 | Dietrich Neuenkirchen ist Pleban (kath. Pfarramtsverwalter) in Tribohm | ||
| 1401 | Überließ Martin von Oebelitz dem Kloster Neuencamp für 40 Mark eine weitere Hufe, die sein Schwiegersohn letztwillig der Kirche in Tribohm vermacht hatte Heinrich Kreyenbergh ist Pleban in Tribohm (bis 1414) | ||
| 1414 | Am 22. November verkaufen die Brüder Heyne, Vicke und Hennecke Behr, Söhne des verstorbenen Heyne Behr d. Ä. auf Behrenwalde wiederverkäuflich dem Kloster Neuencamp 14 Mark sundische Pacht aus zwei Bauernhöfen zu Tribohm, beackert von Heinrich Timme und Radelef Blome für 40 Mark zur Stiftung einer Vikarei. | ||
| 1421 | Wahrscheinliches Erbauungsjahr des Turmes | ||
| 1455 | Am 17. September tauschen die Brüder Hennig und Marquard Behr zu Behrenwalde vom Kloster Neuencamp einen 2 Hufen großen Bauernhof in Tribohm, ohne Holz, gegen ihren 1 Hufe großen Hof zu Millienhagen ein. Das Holz verkaufte das Kloster an Achim von Scherping und Lanfrens Preen. | ||
| 1456 | Patronat wird vom Kloster Neuencamp zu deren Gründung der Universität Greifswald geschenkt, der Rektor erhält das Vorschlagsrecht für den Pfarrer, Bestätigung erfolgt aber über den Abt von Neuencamp durch den Bischof | ||
| 1462 | Am 17. März verpfändet Hennig Behr zu Behrenwalde dem Heinrich York zu Barth 5 sund. Mark jährliche Pacht aus zwei Bauernhöfen in Tribohm für 50 sund. Mark | ||
| 1535 | Das Patronatsrecht geht an den Herzog (?) über | ||
| 1536 | Die Klostergüter gehen durch die Reformation in Staatsbesitz über | ||
| ? | Pastoren sind ein ... Sander, danach Peter Wigell | ||
| vor 1558 - 1569 | Joachim Lonemann wird Pastor in Tribohm. 1558 ist Kirchenvisitation, er beschwert sich über einen Bauern, der Dienste verweigert. 1569 wird er von den von Behr (Hans und Huchelt de Beeren) auf der Barther Synode beschuldigt, "daß er die Becher, Kannen, Pötte zwischen den Zähnen fassen, aussaufen und überwärts werfen" könne und vom Herzog seines Amtes enthoben. Lieber Herzog, gesunde Zähne sind eine Gottesgabe und gewiss keine Bestrafung wert! Übrigens ist die Geschichte noch nicht am Ende. Lonemann soll an die Beschuldiger geschrieben haben um 'ihre Ehrbarigkeiten (zu) bitten, denjenigen zu melden, der ihren Ehrbarigkeiten solches aus Haß und Falschheit schändlich angebracht habe.' Darüberhinaus soll er seinerseits seinen Amtskollegen Nikolaus aus Pantlitz zu einem ehrbaren Leben ermahnen. | ||
| 1583 | Eine Kirchenmatrikel aus diesem Jahre erwähnt eine Kirche "St. Katharinenwurt" in Tribohm, es gehören zum Kirchspiel die Orte Tribohm, Palmzin, Plennin, Gruel und Camitz. Erwähnt werden ältere Pfarrer ohne Jahresangaben. Es amtiert Johannes Henning. | ||
| 1603 - 1609 | Gerd Rubenow wird Pfarrer in Tribohm. Bei seinem Tode, am 20. März 1609, hinterließ er "eine mannbare Tochter nebst einer abgelebeten und zur Ehe untüchtigen frawen". | ||
| 1609 - 1635 | Sein Nachfolger Franz Breitsprecher heiratet die mannbare Tochter seines Vorgängers und versieht bis zu seinem Tode 1635 das Amt. | ||
| 1627 | Martini fallen die kaiserlichen Truppen ein, Tribohm hat etwa 750 Einwohner Wo sollen denn die alle gewohnt haben? Dies fragt sich der Kenner des heutigen Tribohm besorgt. | ||
| 1627 - 1629 | Die Kirche dient den kaiserlichen Truppen unter Wallenstein als Magazin, die Inneneinrichtung wird zerstört. | ||
| 1631 | Die Matrikel weist 12 Hufen als Besitz der Dosendbergs aus | ||
| 1635 | Magister Martin Meyer wird Pastor in Tribohm, ihm folgt bald Magister Schaumig [He58] (Anmerkung zu ersterem: Nach anderen Quellen soll er Martin Hirte geheißen haben. Eine im Blick auf den heutigen Pastor höchst brisante Differenz!) | ||
| 1637 | Besitzer von Tribohm wird Philipp Christoph von Thun, er erhält diesen Besitz von Huchelt von Raethen auf Raverstorff wegen Schuldforderungen seines Vaters Otto von Thun gegen dessen Vater Johannes von Raethen. | ||
| 1638 oder 1639 | Pastor wird Hermann Clyan aus Barth | ||
| 1648 | Das Fürstentum Barth und damit auch Tribohm wird per Friedensvertrag der schwedischen Krone zugesprochen | ||
| 1649 - 1687 | Christoph oder Andreas Stahl (Sterl) wird angeblich durch die schwedische Regierung zum Pastor berufen und dient bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1687 | ||
| 1650 | Datierung eines -nachträglich- im Turm eingebauten Balkens, der den Namen Andreas Werckmeister zeigt. Der Balken soll zuvor einer Empore angehört haben. Er läßt nicht auf das Alter des Turmes schließen, denn der hat sich inzwischen als wesentlich älter erwiesen. | ||
| 1651 | Am 20. September wird per Vertrag die Eigentumsübertragung von 1637 als erblich bestätigt, mit Wirkung vom 10. November erhält Philipp Christoph von Thun das Patronatsrecht durch Königin Christine von Schweden | ||
| 1661 | Die Brüder Jochim Christof und Heinrich Behr treten ihren Besitz in Tribohm an Philipp Christoph von Thun ab. | ||
| 1665 | 25. April, der Kauf wird lehnsherrlich bestätigt. | ||
| 1675 | Nach der Schlacht bei Fehrbellin rückt der Große Kurfürst in Vorpommern ein, die Gegend wird verwüstet | ||
| 1687 - 1716 | Daniel Schramm wird Pastor, 1716 wechselt er nach Barth | ||
| 1700 - 1721 | Im Nordischen Krieg wird Tribohm durch die Brandenburger, Dänen, Sachsen und Russen behelligt, zweimal von Russen und Dänen geplündert, vom Feuer zerstört, der Pastor flieht mit Frau und Kind nach Marlow. Wahrscheinlich ist, daß in diesem Krieg die Kirche erneut zerstört wurde und der Neuaufbau bis 1745 warten mußte. Bei Instandsetzungsarbeiten 1998 wurde festgestellt, daß sich im Inneren der zweischalig ausgeführten Wände erhebliche Reste von Wurzelwerk finden, was darauf schließen läßt, das wenigstens Teile des Daches über längere Zeit gefehlt haben müssen. Dafür kommen eigentlich nur diese Jahre in Frage. | ||
| 1717 - 1762 | Pastor wird August Heinrich Schultz, verheiratet mit der Tochter seines Vorgängers Schramm. Er stirbt 1762 | ||
| 1745 | Pastor Schultz läßt Kirche samt Turm wieder herstellen. Der Patron gab dazu 500 fl. Es entstand die heutige barocke Ausstattung: Altar, Kanzel, Patronatslogen, Verlängerung der Fenster nach unten. Ein Bild des Pastors, das wenigstens bis 1911 erhalten war, trug die Aufschrift: August Heinrich Schultz folgt Schrammen auf dem Fuß, lehrt, und erfährt dabei, wieviel man leiden muß, erbaut Kirch und Turm, doch war sein Wunsch dabei, daß eines jeden Herz ein Tempel Gottes sei. | ||
| 1760 | Im Siebenjährigen Krieg 1756-1763 wurde die Gegend erneut zum Schlachtfeld. Dohna überschritt am 1.1.1760 die Recknitz und stand am 3.1.1760 bei Tribohm | ||
| 1763 - 1792 | Daniel Joachim Scheiner, der schon ab 1756 als Adjunkt in Tribohm war, wird Pastor, er bleibt bis zu seinem Tode im Dienst | ||
| 1766 | Das Pfarrhaus brennt ab, weil das Gesinde zur Nachtzeit gegen das Verbot des Pastors Flachs geschwungen hat. Merke: Blinder Eifer schadet nur. | ||
| 1767 | Die von Thuns besitzen den adligen Hof mit 159 Einwohnern als Lehen, das verpachtet wurde. | ||
| 1792 | Das Pfarrhaus brennt ab, diesmal auch alle Kirchenbücher. | ||
| 1794 - 1829 | Nathanael Christian Kiekhöfen wird Pastor und bleibt bis zu seinem Tode im Amt | ||
| 1806 | Die Franzosen fallen über Tribohm nach Vorpommern ein und erobern 1807 Stralsund | ||
| 1815 | Vorpommern geht aus schwedischer in preussische Hoheit über | ||
| 1822 | Der Schullehrer wird durch Regierungsverfügung angewiesen, das Schulzimmer, welches er zum Wohnen nutzt, zu räumen und nicht weiter in einer Vorratskammer zu unterrichten. Pastor Kiekhöfen widerspricht, denn das umstrittene Zimmer ist das einzige, das dem Lehrer samt Familie zur Verfügung steht! Den Bau eines bewohnbaren Zimmers für den Lehrer lehnt der Patron von Thun energisch ab. | ||
| ca. 1824 | Familie Anders hat Tribohm gepachtet | ||
| 1830 | Der Schulbesuch ist sehr unregelmäßig, das Schulzimmer fasst nicht alle Schulpflichtigen | ||
| 1830 - 1875 | Friedrich Ernst Dietrich Graeff ist Pfarrer bis zu seinem Ruhestand, hat 1830 ein neues Memorabilienbuch angelegt | ||
| 1835 | Tribohm hat 217 Einwohner, das Schulzimmer von von etwa 5 * 4,20 m2 muß 90 Schulkinder, aus allen Orten des Kirchspiels stammend, fassen. Der Küster und Lehrer Kölpin ist 70 Jahre alt. | ||
| 1838 | Der Lehrer Kölpin wird vor die Wahl gestellt, sich pensionieren zu lassen oder auf eigene Kosten einen Gehilfen einzustellen. Ein Seminarist kommt als Schulgehilfe nach Tribohm. | ||
| 1840 | Lehrer Kölpin geht mit 74 Jahren in den Ruhestand. Schulstube und Lehrerwohnung werden durch Ausbau der Scheunendiele vergrößert. | ||
| 1845 | Einbau der Orgel von C. A. Buchholz, Berlin | ||
| 1846 | In Palmzin wird eine eigene Schule errichtet, in Tribohm verbleibt nur ein Lehrer | ||
| 1846/47 | Renovierung des Kircheninneren, grünlich-braune Übermalung von Altar, Kanzel und Gestühl | ||
| 1850 | Das Pfarrhaus brennt ab, der Pfarrer zieht mit seiner Familie in das Schulzimmer und eine daneben liegende Kammer. | ||
| 1853 | Die Grafen von Stolberg-Wernigerode werden durch Einheirat Patrone der Kirche, man lese dazu den Hochzeitsbericht! | ||
| 1867 | Das Pfarrhaus brennt ab, es wird ein Steinbau errichtet. | ||
| 1868 | Beim Bau der Chaussee zwischen Damgarten und Richtenberg brach unter den Arbeitern Typhus aus und fordert 14 Todesopfer, die in Tribohm beerdigt liegen. Ein großer Sturm wirft die Pfarrscheune um und tötet 30 Schafe | ||
| gegen 1870 | Entdeckung und Zerstörung eines slawischen Opferkreises auf der höchsten Stelle des Pfarrackers, bestehend aus 13 großen Steinen. Nach der Zerstörung wurden nur noch Stücke von Steinmessern gefunden. [Me40,1] | ||
| 1873 | Guß der heute noch vorhandenen Stahlglocke als Ersatz für die von 1650 stammende | ||
| 1875 - 1911 | Johannes Theodor Carl Ender, Studium in Halle und Berlin, ist Pfarrer und geht danach in den Ruhestand nach Stettin. | ||
| 1903 | Die Domäne Camitz wird aufgesiedelt, die Schülerzahl in Tribohm steigt auf 83 | ||
| 1905 | 16. November, Eröffnung der Schule in Camitz mit 26 Kindern, in Tribohm verbleiben 41 | ||
| 1911 - 1951 | Vereinigung des Pfarrsprengels mit Schlemmin, von dort kommt Pastor Waldemar Friedrich Justus Kröcher, der bis 1951 in Tribohm amtiert. Er stirbt kurz vor Beginn seines Abschiedsgottesdienstes. | ||
| 1924 | Am 1. Januar wird Tribohm zugunsten der Siedlungsgenossenschaft Chludowo enteignet | ||
| 1928 | Vereinigung des Gutsbezirkes Tribohm mit den Gutsbezirken Ahrenshagen, Todenhagen, Prusdorf zur Landgemeinde Ahrenshagen [Me40,1] | ||
| 1951 | Es folgt Friedrich-Wilhelm Merkel, Studium in Heidelberg, Erlangen, Bethel, Zürich, als Pfarramts-Verwalter | ||
| 1953 - 1959 | Friedrich-Wilhelm Merkel ist Pastor für Schlemmin und Tribohm, danach in Berlin tätig | ||
| 1959 - 1973 | Joachim Voß ist Pastor | ||
| 1974 | Die Pfarrstelle ist aufgelöst, Tribohm wird von Ahrenshagen versehen | ||
| 1977 | Das nicht mehr benötigte Pfarrhaus wird verkauft | ||
| 1987 | Durch Initiative Tribohmer Gemeindeglieder und mit Unterstützung des Landwirtschaftsbetriebes wird das Dach der Kirche neu eingedeckt | ||
| 1998 | Notsicherung des Dachstuhls der Kirche mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz | ||
| 2001/2002 | Das Kirchendach wird neu gedeckt und das Mauerwerk des Chores saniert. Umfangreiche bautechnische und dendrochronologische Untersuchungen ergeben gesicherte Erkenntnisse zum Alter der Kirche und des Turmes. |