
Noch wirkt der sehr hohe und lediglich geweißte Innenraum ein wenig unbewohnt. Als die Kirche 1972 aufgegeben und abgerissen werden sollte, kam es noch vor der Räumung der Kirche zu mutwilligen Zerstörungen am Inventar. Was von der Orgel zu retten war, ist in der Güstrower Gegend verbaut worden und für Pantlitz verloren. Andere Einrichtungsgegenstände können erst dann zurückkehren, wenn die Kirche durch Aufmerksamkeit der Pantlitzer gegen Diebstähle und neuerliche Zerstörung sicher geschützt ist.

Das in die Kirche gehörende Altarbild, "Die Anbetung der Hirten" von Gerrit van Honthorst 1622 gemalt, befindet sich heute als Dauerleihgabe im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald. Eine Kopie schmückt seit Sommer 2006 wieder die Kirche. Eine neue Aufnahme des Altarraumes mit Bild ist in Arbeit. Die Ostseezeitung war schneller: auf unserer Neuigkeitenseite ist ein solches Bild schon zu sehen.

Der Blick zur Westwand, welche geradezu nach einem Orgelprospekt schreit. Das ursprüngliche neogotische Gestühl ist bis auf wenige Bänke verloren gegangen. Die hier sichtbaren Bänke sind recycelt und wahrscheinlich viel älter als die Kirche. Die Emporen sind nicht im originalen Zustand. Den südlichen Zweig gibt es erst wieder seit 2005. Früher befanden sich dort zwei getrennte Emporen, die über die sog. Patronatsanbauten erreichbar waren. Die Emporen trugen reichen Wappenschmuck, der heute die Empore der Ahrenshäger Kirche ziert, hier aber durchaus entbehrlich ist.

Oben gab es den Blick auf Altar und Kanzel, gesehen von der Empore. Das Fenster in der Altarwand erinnert schmerzhaft an die bewegte Geschichte dieser Kirche. Wir wollen zum Schluß noch einmal auf diese Fenster zurückkommen.
Von der alten Dekoration sind im Chorbereich einige Reste erhalten und beleben die sonst noch immer sehr kahl wirkende Kirche.

Vom Altar grüßen Kruzifix und Leuchter von 1869, die ersten Einrichtungstücke, die den Weg zurück in ihre alte Heimat gefunden haben.
Das Kruzifix verrät etwas über die Spenderin. Die Inschrift (Bild rechts) lautet:

Adelaide Baronin v. Mecklenburg geb. Freiin v. Platen geschenkt der Kirche zu Pantlitz bei ihrer Erbauung 1869 |

Taufsteine zu Blumenvasen? Obwohl es gut aussieht: Nein! Der sehr dekorative Taufstein, der sicher nicht älter als die Kirche ist, liebevoll zum Ostergottesdienst geschmückt. Möge er häufiger seiner Bestimmung gemäß benutzt werden!

Zur - hier sichtbaren - freudigen Überraschung gibt es immer mal wieder etwas zu entdecken, wie diese Tafel, die an eine der beiden Familien erinnert, die die Kirche haben erbauen lassen.

Daß sich unter den wenigen erhaltenen Kirchenbänken gerade die Pastorbank befindet, ist nur gerecht. Mehr als ein Pantlitzer Pastor hat geklagt, daß er gelegentlich der einzige Gottesdienstbesucher gewesen sei.

Gelegentlich heißt nicht immer.
Volles Haus gibt es beim alljährlichen Pantlitzer Burgwallsingen, Mitte Juni, und natürlich zu den hohen Festtagen. Hier ist der Auftritt des kleinen aber hörenswerten Marlower Kirchenchors im Jahre 2004 zu sehen.

Eine ganz neue Errungenschaft, der kleine Tagungsraum in den wieder hergestellten Patronatsanbauten. Er hat Verbindung zur neu errichteten Südempore und wartet auf begeisterte Nutzer.

Nicht daß man Radwanderern Regen wünscht. Aber wenn er die Reise stoppt, dann läßt sich hinter solchen Fenstern gut rasten. Blick aus dem Radfahrerzentrum auf den Friedhof.

Hier sieht man, daß die Kirche trotz Renovierung auch den tierischen Gemeindegliedern willkommenen Unterschlupf bietet.

Abschiedsblick auf das geschundene Ostfenster. Die rein ornamentale Verglasung sollte sich doch ergänzen lassen. Was allerdings die Kosten angeht, stehen die Dinge schlechter. Vielleicht sind ja irgendwo ein paar Eurochen über, die sichtbar angelegt werden wollen!