| 22. August 1278 | Erste Erwähnung des Ortes "Ludolueshagen". Wizlaw II. von Rügen beschreibt die Grenzen der von ihm an die Stadt Barth verkauften Ländereien (PUB II Nr. 1106) Für Freunde mittelalterlichen Lateins hier der Text: 1278 August 22. (in octaua assumptionis beate virginis) Bart. W. dei gracia princeps Ruyanorum omnibus in perpetuum. Notum facimus vniuerosis, quod nos vendidimus dilecte ciuitati nostre Bart, quicquid continetur incusum in aquis, pascuis, campis, agris, siluis, rubetis, pratis, cultis pariter et colendis, a riuulo de Rosenvort fluente usque in Bardeke, per paludem Barenbrugh procedendo, ita quod medietas riuuli et quicquid situm est ex vna parte sui, ad ciuitatem predictam dinoscitur pertinere, et aliamedietas et quicquid ex illa parte situm est, ad villam Zarnekeuiz spectare videtur, et vlterius de Rosenvort usque ad terminos Godekenhagen, prout sunt suis propriis signis distincti invicem termini memorati, vlterius de terminis Godekenhagen usque ad terminos Ludolueshagen distinctos monticulis et aliis signis specialibus distinctiuis, vlterius vsque ad terminos Hermenshagen, vlterius vsque in Hermenshager vort, vlterius via totalis usque Rostenbergh, vlterius directe ad fluentem paruum Wlenort nuncupatum, vlterius directe vsque Swinewarde, vlterius via que procedit de Wlendorpe ad Pruchute usque ad terminos Pruchute, vlterius de hiis terminis redeundo ad pomum vnam vsque in paludem dictam Stoyde, cuius paludis medietas descendendo usque in Bardeke ad ciuitatem dictam et alia ad Pruchute spectare videtur, iure Lubicensi perpetuo libere et quiete cum vtilitate et proprietate possidendum, presentibus testibus infra scriptis, videlicet Johanne de Gristowe, Boranta, Gotano Mordere, Johanne Mordere, Johanne de Osten, Reynfrido de Penzen, Matheo Molteke, Euerardo Molteke, Johanne Starkowe, Hinrico Pape, militibus, Petro de Sale armigero, et aliis pluribus fide dignis. Datum Bart per manus nostri notarii Hinrici ab incarnacione domini anno M.CC.LXXVIII in octaua assumptionis beate virginis. Original-Transsumt vom 29. Sept. 1290 im Stadt=Archiv zu Barth. Gedruckt in Fabricius III Nr. 137 |
| 1288 bis 1309 | ![]() |
| 1317 | v. Range und v. Buneke werden als Besitzer in L. genannt [1]. |
| 1321 | Die v. Wokerstedt haben Besitz in L. [1]. |
| 1339 | Die v. Manteuffel haben Besitz in L. [1]. |
| 1348 | Heinrich ist Pleban [1]. |
| 1359 | Johannes ist Pleban [1]. |
| 1390 | Der Pleban heißt Petrus Gyse [1]. Er wird die auf der Grabplatte in der Nord-Ost-Ecke der Kirche dokumentierte Beerdigung abgehalten haben. |
| 1491 | Die v. d. Borne sind Besitzer in L. [1]. |
| um 1531 bis etwa 1540 | Johannes Brunswiek/Brunswick aus Barth ist Pastor, hat seit 1490 in Rostock studiert. [1] Im Jahr 1534 soll L. evangelisch geworden sein [2]. |
| 1560 | Petrus Seemann aus Demmin, der 1518 in Rostock studiert hat, ist Pastor in L. Er verstarb 1564 [1]. |
| um 1566 bis 1583 | Fridericus Fryghschlach nahm an den Barther Synoden 1566, 1578, 1583 teil und starb 1583 [1]. |
| 1584 | Joachim Roebel aus Friesack, studiert in Greifswald, neu in der Barther Synode 1584, Teilnahme 1586, 1593 belegt. Er starb 1583 oder 1608 [1]. |
| Anfang des 17. Jhdts | Im Ort sind 36 Bauern ansässig, die im 30-jährigen Krieg und durch das Bauernlegen verschwanden [1]. |
| 1608 | Johann Geste aus Treptow, studiert in Rostock, ist bei Kirchenvisitation von 1608 belegt. Wird 1610 gerichtlich vom Konsistorium belangt, unbekannt weshalb [1]. |
| 11. März 1632 | Peter Falckius aus Seehausen (Altmark) wird vom Generalsuperintendenten Bartholdy Krakeelers als Pastor eingeführt [1]. |
| 1656 | ![]() |
| 1663 | Joachim Hohlste aus Damgarten, studiert in Rostock, wird als Pastor genannt. Trat am 15. Juni 1687 von seinem Amt zurück und starb 1693 [1]. |
| 31. Juli 1687 | Blasius Rütze aus Barth nimmt seine Tätigkeit als Pastor in L. auf. Er starb 15. April 1725. Er hängt (als Bild) in der Kirche [1]. |
| 1696 | Der Pastor berichtet über die durch Krieg und Bauernlegen verwüsteten Dörfer: Lüdershagen hat noch 4 Vollbauern, früher 27; Gäthkenhagen 2 Bauern früher 4; Spoldershagen 6 Bauern früher 12; Bartelshagen 6 Bauern, früher 13; Martenshagen 2 Pächter, früher 11 Bauern [1]. |
| 1705 | ![]() |
| 1724 bis 1768 | Sein Sohn Jochim Rütze studierte in Greifswald und Rostock wurde 1724 zum Adjunkten seines Vaters und schließlich zum Pastor berufen. Er heiratete 1726 Eleonora Catharina Fraudin aus dem Ort. Er starb am 13. Oktober 1768. Er hängt, neben seinem Vater, ebenfalls in der Kirche [1]. |
| 1738/1740 | Kollekte zum Bau des heutigen Pfarrhauses, die offenbar ausreichend ausfiel [3]. |
| 1752 | Der Turm erhält einen Glockenstube aus Lehmfachwerk. Die Sammlung in der Gemeinde dafür erbrachte 92 Reichstaler 24 Schilling. Es ist weder bekannt, was sich vorher an der Stelle der Glockenstube befand, noch, ob der Bau allein aus der Sammlung bestritten wurde [2]. |
| 1. 7. 1766 bis 14. 2. 1801 | Carl Ulrich Luhde, studiert in Greifswald und Göttingen ist Pastor. Er heiratete eine Tochter seines Vorgängers. Er hatte den Magistergrad erworben, arbeitete mit dem Astronomen Röhl zusammen und veröffentlichte Predigten [1]. |
| 3. Mai 1802 bis 25. März 1822 | Balthasar Friedrich Wüstenberg aus Greifswald, dort studiert, war vor seinem Dienst in L. Regimentspastor der Artillerie beim v. Engelbrechtschen Regiment in Stralsund. Er starb an "Lungensucht", seine Frau ein Jahr später an Auszehrung [1]. |
| 1819 | Die Kirche wird renoviert und erhält die heutigen Emporen. Es muß demnach Bedarf gegeben haben. Die Kirche verfügt nun über ca. 400 Sitzplätze [2], [3]. |
| 1823 bis 28. Mai 1832 | Moritz Christian Andreas Masius, studiert in Greifswald und Jena, Magister, ist Pastor in L. Das angegebene Enddatum ist sein Sterbedatum [1]. |
| 17. Juni 1833, wahrscheinlich bis 1854 | Carl Friedrich Coelestinus Piper aus Greifswald ist Pastor; starb 1855 aus Altersschwäche [1]. |
| 1849 | Die heutige Orgel, ein maßgeschneidertes, nämlich wegen des zweischiffigen Baues zweigeteiltes Werk des Berliner Orgelbauers Carl Buchholz wird errichtet und kostet 2567,33 Mark [3]. Mehr zur Orgel ... |
| 28. 10. 1854 bis 1869 | Adolf Leonhard Friedrich Jobst Siedler, studiert in Berlin und Halle, Dr. phil., zuvor Superintendent, Konsistorialrat und Geistlicher Rat bei der Posener Regierung, tritt 1854 seinen Dienst als Pastor in L. an. Wegen eines Augenleidens trat er 1869 in den Ruhestand. Von 1864 an halfen ihm nacheinander die Hilfsprediger Kornstedt, lic. Vogt, Brode und Sellin [1]. |
| 1856 | Der Turmhelm wird für insgesamt 600 Reichstaler erneuert und erhält seine heutige Form (es soll vorher eine Zwiebelhaube gewesen sein - unglaublich! Wer hat ein Bild???) und mit Schiefer gedeckt [2]. Mindestens bis 1880 ist das obere Stockwerk des Turmes noch immer als Fachwerk ausgebildet [4]. |
| 1863 bis 1866 | Die Kirche wird grundlegend renoviert und erhält ihre heutige, neugotische Ausstattung (Altar und Kanzel) |
| 1870 | Der nördliche Choranbau, die Sakristei, wird erneuert [3]. |
| 1. 10. 1870 bis 1. 10. 1882 | Maximilian Theodor Hermann Richter, Studiert in Berlin und Bonn amtiert in L. als Pastor. War zuvor an verschiedenen Stellen als Superintendent tätig [1]. |
| 1882 bis 1898 | Viktor Wilhelm Emil Hermann Maass amtiert in L. Zuvor war er 20 Jahre als Pastor im benachbarten Langenhanshagen tätig [1]. |
| 17. September 1899 bis 4. Mai 1925 | Carl Rudolph Hugo Werner, studierte in Berlin und Königsberg und wurde zum angegebenen Datum als Pastor nach L. berufen. Er blieb bis zum Tode im Dienst [1]. |
| 1909 | Die Glockenstube aus Lehm-Fachwerk wird massiv ausgebaut. Erst dadurch erhält die Kirche ihr stilistisch einheitliches Aussehen [2]. Das spitze Dach ist zu diesem Zeitpunkt schon vorhanden (vgl. 1856) |
| 1925 bis 1929 | Die Pfarre bleibt unbesetzt [1]. |
| 1. 9. 1929 bis 19.10.1931 | .. Richter aus Hordecke (Herdecke??) an der Ruhr amtiert in L. als Pastor [1]. |
| 1931 bis Anfang 1938 | Die Pfarre bleibt unbesetzt. Eine Betreuung erfolgte durch Pastor Hoepfner aus Saal [1]. |
| 1.1. bis 15.9.1938 | Hilfsprediger Hasenjäger versorgt das Kirchspiel L. [1]. |
| 16.4.1939 bis Anfang 1940 | Helmut Kley aus Borckenhagen ist Pastor. Anfang 1940 zur Wehrmacht eingezogen. Verschollen [1]. |
| Dezember 1940 bis Februar 1942 | Gerhard Kley, Bruder des verschollenen Pastors, Pastor in Ahrenshagen, hat die Vertretung inne [1]. |
| bis 13. März 1948 | Superintendent Just aus Barth hat die Vertretung in L. [1]. Nach anderer Quelle ist zu dieser Zeit auch Prediger Nitz tätig [2]. |
| 20.4.1950 bis 1979 | Hans Konrad Magnus Bindemann aus Kenz, studiert in Rostock, Erlangen, Greifswald, ist Pastor. Er ist auf dem Friedhof in L. begraben [1], [2]. |
| 1979 bis 1984 | Während einer längeren Pfarrvakanz betreuen die Pastoren Kuntzsch und Voß die Gemeinde |
| 2./3. Juni 1983 | Die Turmspitz gerät durch Blitzschlag in Brand. Der freiwilligen Feuerwehr des Ortes gelingt die wegen der Turmhöhe sehr problematische Löschung. Der Turm wird im Herbst des gleichen Jahres wieder instand gesetzt [2], [3]. |
| von 1984 bis 1999 | A. Polzin ist Pastor |
| 1985 bis 1987 | Das baufällige Pfarrhaus, ein Fachwerkbau von 1740, wird unter großem Einsatz der Gemeindglieder rekonstruiert. Es ist das älteste erhaltene Haus des Dorfes [3]. |
| 1999 bis 2004 | Martin Wilhelm ist Pastor in Lüdershagen |
| 2006 | Lüdershagen wird zusammen mit Langenhanshagen dem Kirchenbezirk Ahrenshagen-Pantlitz, Schlemmin, Tribohm zugeschlagen, was für die Gemeinde einen neuen Pastor zur Folge hat: Klaus-Christian Hirte, hat studiert in Greifswald und Marburg. Pfarrer für den genannten Kirchenbezirk seit Januar 2000. |