Die Ideenbörse
Hier sollen Probleme, Ärgernisse und natürlich Vorschläge zu ihrer Behebung gesammelt werden.
Alles höchst unoffiziell.
Hier kann sich kostenfrei bedienen, wer eigene Vorhaben plant. Und wer Ideen übrig hat, teile sie wohlfeil mit.
Aktivieren wir die Pfunde, die uns gegeben sind!
Wuchern wir um die Wette!
Ein Gleichnis:
Ein Millionär ging ins Sozialamt, um Sozialhilfe zu beantragen.
"Sie haben mehr, als sie jemals verbrauchen können!", sagte der Beamte.
Sprach der Millionär: "Es liegt doch alles fest!"
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Die veröffentlichten Beschwernisse oder Vorschläge sind zwar redaktionell sortiert, entsprechen aber nicht in jedem Falle der Ansicht des Pfarrers oder des Gemeindekirchenrates unserer Gemeinde.
Wir meinen, eine Ideenbörse sollte auch in Maßen "abwegige" Vorschläge sammeln, denn auch solche können zu Besserem inspirieren.
Die Ideen, thematisch geordnet
Thema: Gottesdienst, geistliche Führung
| R. H. aus Bergholz-Rehbrücke schreibt: |
- Die Reduzierung gottesdienstlicher Angebote wegen geringer Teilnehmerzahlen ist falsch. Im NT steht gerade nicht: "Wo 80 oder 100 versammelt sind, in meinem Namen ...."
- Wechselnde Gottesdienstrhythmen bedeuten Entwöhnung und Unsicherheit bei den Besuchern.
| Das Gottesdienstangebot hat höchste Priorität. Alle personellen Reserven sind zu nutzen. - Ausgebildete Pastoren, Katecheten etc. müssen nicht an Gottesdiensten teilnehmen, sie können genausogut anderenortes Gottesdienst halten.
- Emeriti sind oft hoch motiviert, nach dem Maß ihrer Kräfte Gottesdienst zu halten. Man muß sie nicht daran hindern, sondern kann sie dabei gezielt unterstützen.
- Lektoren unterschiedlichsten Ausbildungsstandes, die zu DDR-Zeiten in großer Zahl tätig waren, sollen wieder stärker eingesetzt werden. Die erforderliche Ausbildung und Anleitung muß nicht zentral erfolgen. Jeder Pastor kann prinzipiell seine Gottesdienstvorbereitung unter Beteiligung eines oder mehrerer Lektoren vornehmen. Das Internet ermöglicht die kostenfreie Verbreitung eines allsonntäglich aktuellen Manuskripts für Lesegottesdienste sowie Angebote unterschiedlich weit ausgearbeiteter Predigt- und Gebetsentwürfe.
- Gottesdienste müssen nicht wegen fehlender Organisten ohne Gesang bleiben. Wenn es das nicht schon gibt, sorgt die Landeskirche für die Herstellung einer frei kopierbaren CD mit Choralbegleitungen, die den Gesang auch kleinster Gemeinden stützen kann.
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| Redakteur aus B. schreibt: |
| Viele Menschen verlangen nach Führung, nach klaren Aussagen der Kirche. Sie kapitulieren vor scheinbar schrankenloser Freiheit. Die evangelischen Kirchen scheuen sich, klare Richtlinien zu geben. Natürlich sind solche Richtlinien problematisch. Sie sind nicht wissenschaftlich begründbar, wer sie vertritt, muß sich in Frage stellen und an ihnen messen lassen. | Die pommersche Evangelische Kirche wird sich im Zusammenwirken mit den anderen Kirchen um klarere Stellungnahme und entschiedeneres Verhalten auch gegen Widerstände einsetzen. - Wir wollen uns verstärkt um ethische Probleme der Partnerschaftsbeziehungen kümmern
- Wir wollen modernistischem Autoritätsabbau widerstehen. Das vierte Gebot, das die Würde des Alters, auch des Amtes, schützt, muß wieder Geltung erlangen!
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Thema: Mitarbeiterprobleme
| Redakteur aus B. schreibt: |
- Die Beschäftigung von Volltheologen ohne zusätzliche Berufsausbildung auf Halbtagsstellen ist unsozial.
- Dem/der Betroffenen werden im Grunde unzumutbare Entscheidungen zur Begrenzung der pfarramtlichen Aktivität auf die halbe Arbeitszeit abverlangt.
| - Die Landeskirche mißt der Entwicklung neuer pfarramtlicher Versorgungsstrukturen große Bedeutung bei.
- Für die Besetzung von halben Stellen werden zukünftig Berufstätige mit theologischer Zusatzausbildung vorgesehen. Dafür bieten sich beispielsweise auch Bachelor- oder Master-Studiengänge der Theologie an.
- Die Kirche unterstützt das Modell der Doppelanstellung ggf. auch durch Vereinbarungen zur Stellenreservierung bei anderen Arbeitgebern.
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Thema: Strukturelle Fragen
| Ökonom aus R. schreibt: |
| Die Differenzierung von Pfarr- und Kirchenland ist überholt. Sie ist unsolidarisch und ungerecht. In vielen heutigen Landgemeinden, in denen früher mehrere Pfarrer ihr Auskommen fanden, werden heute Erträge gleichen Umfangs erwirtschaftet, aber nur noch ein Pfarrer besoldet. Das führt zu ungerechtfertigten Wohlstandsunterschieden zwischen den Gemeinden. Daß mit Pfarrland reich gesegnete Gemeinden trotz hohen Bewirtschaftungsaufwandes am Ende ohne finanzielle Spielräume dastehen, ist den Gemeindegliedern nicht zu vermitteln. | - Es wird vorgeschlagen, alle kirchlichen Ländereien einheitlich zu behandeln. Die bewirtschaftende Gemeinde wird zu einem einheitlichen Prozentsatz am Ertrag beteiligt. Das motiviert zu verantwortlichem Wirtschaften, belohnt die geleistete Arbeit und beseitigt vorhandene Ungerechtigkeiten.
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| Redakteur aus B.: |
| Nicht nur in der Pommerschen Kirche ist ein obrigkeitliches Denken und Handeln zu beobachten. Es hat sich eine Struktur von Befehl und Ungehorsam herausgebildet, die im Widerspruch zur Kirchenverfassung steht, alle Beteiligten frustriert und sinnlosen Aufwand bedeutet. | - Die Pommersche Kirche ist brüderlich/schwesterlich verfaßt. Brüderlichkeit bedeutet, daß es kein "Oben" und "Unten" in dieser Kirche gibt. Es bedeutet auch, daß erkannte Mängel besprochen und abgestellt werden. Kritik ist in jeder Richtung möglich und erwünscht.
- Die PEK wird sich bewußter darum bemühen, ihre Verwaltungsabläufe in diesem Sinne zu planen und zu kontrollieren.
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Thema: Öffentlichkeitswirksamkeit
| Redakteur aus B. schreibt: |
- Die Möglichkeiten des Internet, eines noch in Entwicklung befindlichen Mediums, werden von den verfaßten Kirchen unzureichend genutzt.
- Beim kirchlichen Internetangebot sollte nicht versucht werden, technisch, optisch oder mit der Vielfalt des Angebotes Aufsehen zu erringen. Das können andere besser und das brauchen nur diejenigen, die keine Inhalte zu bieten haben.
- Es kommt vor, daß kirchenleitende Organe auf administrativem Wege Abhilfe versuchen, ohne die Spezifika des Mediums zu kennen.
- Zentrale kirchliche Angebote können nicht durch bloße Sammlung gemeindlicher Zufallsbeiträge entstehen. "Märkte der Möglichkeiten" verkündigen nichts, sie schrecken höchstens ab.
| - Ins Internet gehört, was Kirchen unverwechselbar anzubieten haben, was gebraucht wird, was nur sie bieten können. Deshalb gehören Lebenshilfe, Seelsorge, Verkündigung ins Internet. Die passenden Formen dazu müssen erst erfunden werden!
- Das Internet bietet den nötigen Freiraum für Experimente, für spezielle, zielgruppenorientierte Angebote. Deshalb sollte die Vielfalt voneinander unabhängiger Angebote gefördert werden. Wichtiger als landeskirchliche Portale sind Angebote für Trauernde, Konfirmanden, Orgel- und Fledermausfreunde, Koch- und Betkreise...(nur willkürliche Beispiele!)
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© Pfarramt Ahrenshagen, 24.03.2003
