Die bessere Alternative

Got und den Menschen nahe

Vorgeschichte

... und unsere eigene?

In den DDR-Kirchen spielte, aus verschiedenen Ursachen (auf deren meiste wir freudig verzichten!) das Laienengagement eine größere Rolle als heute.
Irgendwann nach 1961 gab es ein Programm "Theologie für Nichttheologen", das eine ganze Generation damals junger Christen geprägt hat. Anders als bei der späteren Friedensbewegung spielte dabei die staatliche Repression keine stabilisierende Rolle.
(Wenn man uns sehr bittet, werden wir versuchen, diese Erfahrungen, soweit sie in der Greifswalder Studentengemeinde gemacht wurden, im Internet zu dokumentieren.)

Das Ergebnis war ähnlich, wie bei unseren katholischen Brüdern (und Schwestern) in der Passauer Diözese.
Allerdings gab es leider keine Gemeindeberatung.

Bitte genau lesen:

Kurze Vorstellung des Passauer Pastoralplans

Wenn es uns gelingt, in unserem protestantischen Hirn die stilistischen Einwände gegen den Titel von Projekt 1 zu unterdrücken, dann können wir von Herzen finden: Das sieht schon mal gut aus.

Es gibt, auch in Passau sollen die Drucker leben, zu jeder Überschrift einen Text, der die Situation beschreibt. Nennen wir ihn Zustandsbeschreibung oder Analyse. Die sympathische Besonderheit ist, daß diese Analysen sich streng auf das jeweilige Teilproblem, also etwa die Förderung von Menschen in der Passauer Diözese, beziehen und nicht nebenbei auf Randbedingungen, wie finanzielle Machbarkeit, politische Korrektheit etc. schielen.

Wollte man bei uns dem Passauer Beispiel folgen, könnte man es in diesem Punkte ohne großen Aufwand: Entsprechende Analysen, zutreffend und konsenzfähig, gibt es bei uns.
Leider zu viele.
Weil es über unsere Probleme, abgesehen von taktisch verursachten Varianten, keinen ernsthaften Dissenz gibt, ist es weder sinnvoll noch effektiv, jede Gemeinde der Landeskirche ihre eigene Analyse fertigen zu lassen und dann zu interpolieren, wie im "Leitbildprozess" geplant. Arbeits-Beschaffungs-Maßnahmen dieser Art sind das letzte, was unsere Gemeindekirchenräte brauchen!

Der Reichtum der Begabungen und Talente entfaltet sich, indem die Menschen miteinander leben und füreinander einstehen. Dies bedarf jedoch der Aufmerksamkeit dafür, wie Haupt- und Ehrenamtliche Stärkung und Förderung erfahren und sich persönlich weiterentwickeln können.
Die hohe Motivation der ehren- und hauptamtlich Mitarbeitenden ist für die Kirche von Passau eine große Kostbarkeit. Sie bleibt nur lebendig, wenn Räume und Möglichkeiten einer lebensbegleitenden Qualifizierung eröffnet werden. Dies entlastet und stärkt in einer Zeit beschleunigter Veränderungen. Die vorgeschlagenen Projekte helfen, persönliche Stärken zu endivecken und auszubauen.
Jene Personen werden kreativer und engagierter arbeiten können, die aus einer tiefen Grundloyalität handeln und von der Überzeugung getragen sind, dass ohne uns, die Christen, das Land kühler und ärmer wäre. Wer hingegen "innerlich kündigt", resigniert; wer es beim Jammern belässt, schadet sich selbst und seiner Aufgabe. Bei aller Kritik an Missständen benötigt daher die Kirche Menschen, die aus einem tiefgläubigen Optimismus heraus tätig sind und Freude haben.

Soweit das Zitat.
Es folgen zu jedem der neun Projekte jeweils drei Textblöcke. Überschrieben sind sie mit "Wertschätzung", "Ziele, die wir erreichen wollen" und "Maßnahmen, die uns zu diesem Ziel führen".

PROJEKT 6 Ehrenamtliche fördern

[Wertschätzung]
Das ehrenamtliche Engagement von Jugendlichen und Erwachsenen in Kinder- und Jugendarbeit, in Räten, Gruppen und Verbänden, in Beratungsdiensten und im Bereich der Caritas (Inneren Mission), ist ein wesentliches Element kirchlichen Lebens (vgl. 1. Kor 12, 4-11). Es stellt zugleich einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft dar. Ohne diese Bereitschaft vieler Christen zum ehrenamtlichen Dienst - sei es kurz- oder langfristig - würden viele Bereiche brach liegen.

[Ziele, die wir erreichen wollen]
Die Kirche von Passau (Pommern) fördert gezielt Maßnahmen, durch die Ehrenamtliche ihre Motivation klären und stärken, ihre Fähigkeiten weiterentwickeln und spirituelle Vertiefung erfahren (Glaubensgewissheit erlangen(?)) können. Dabei wird beachtet, dass ein Ehrenamt sowohl in seinem zeitlichen Umfang als auch in seinen inhaltlichen Anforderungen begrenzt ist. Die Zusammenarbeit Ehrenamtlicher mit Hauptamtlichen wird gefördert. Zuständigkeiten und Kompetenzen werden klar geregelt.

Zitat Ende.
Ist aus pommerscher Sicht etwas falsch?

> Einführungskurse bei der Übernahme von neuen Diensten und Möglichkeiten des Austauschs mit jeweils erfahrenen Ehrenamtlichen und Fachleuten
> Oasentage zum spirituellen Auftanken (z.B. in Klöstern und Bildungshäusern)
> Weiterentwicklung der Aufgaben und Rollen, um Ehrenämter neu zu profilieren
> Kultur der Anerkennung, auch beim Ausscheiden aus einem Ehrenamt

Wir lesen mit Hochachtung, was sich die Passauer alles vorgenommen haben. Ähnliches fällt uns für unseren Bereich mühelos ein. Darüber lohnt es sich, nachzudenken und zu reden!

Der vollständige Text : Passauer Pastoralplan alspdf-File zum Download
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© Pfarramt Ahrenshagen, 23.03.2003