Die Kirche Jesu Christi lebt und bedarf immer wieder der Veränderung und Erneuerung. Dies gilt auch für die Pommersche Evangelische Kirche. Hier und dort sind Projekte entstanden, die helfen, die Menschen außerhalb der Kirche und ihre Fragen wahrzunehmen und mit ihnen darüber ins Gespräch zu kommen, zum Glauben einzuladen und zu mehr Lebendigkeit in der Gemeindearbeit beizutragen.
Um diese Bewegung zu verstärken und auf gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen flexibler antworten zu können, setzt die Pommersche Evangelische Kirche einen Leitbildprozess in Gang. Sie will sich eine realistische Vorstellung davon machen, was für eine Kirche sie heute ist und was für eine Kirche sie in 10 Jahren sein möchte. Sie tut dieses auf biblisch-reformatorischer Grundlage und mit einem klaren Blick auf ihre Situation.
Sie bittet alle Gemeinden, die Kirchenkreise, die landeskirchliche Ebene, Dienste und Einrichtungen, sich an dem Gespräch über ein Leitbild, der Formulierung entsprechender Ziele und - der Auswahl geeigneter Projekte, mit deren Hilfe diese Ziele erreicht werden sollen, zu beteiligen. Hierbei sollten auch Personen beteiligt werden, die nicht in kirchliche Leitungsämter eingebunden sind.
Die Landessynode empfiehlt, sich geregelter und von außen moderierter Verfahren zu bedienen.
Die Gemeinden, die Kirchenkreise, die landeskirchliche Ebene, Dienste und Einrichtungen werden gebeten, bis zur Herbstsynode 2002 zurückzumelden, auf welche Weise sie sich am Leitbildprozess beteiligen.
Bis Herbst 2003 sollen die Ergebnisse in den Kirchenkreisen zusammengefasst werden.
Der Landessynode ist ein Zwischenbericht zu erstatten.
Zur Landessynode 2004 soll ein Plan zur Entwicklung der Pommerschen Evangelischen Kirche vorgelegt werden.
Eine Koordinierungsgruppe von 12 bis 15 Personen wird von der Kirchenleitung unter Einbeziehung der Kirchenkreise eingesetzt und begleitet die Arbeit. Bei der Auswahl sollen Gesichtspunkte von Innovation und Repräsentanz, Kompetenz und Engagement berücksichtigt werden. Die Koordinierungsgruppe soll auch für die Zusammenführung der in den einzelnen Gemeinden und Kirchenkreisen notwendigen Veranstaltungen, wie z.B. Arbeitsgemeinschaften, Foren, Projektgruppen gemeinsam mit den kreiskirchlichen und landeskirchlichen Leitungsgremien sorgen.
Züssow, 10. März 2002
Elke König
Präses