| Was müssen wir (alles) glauben? | |
| Diese Frage stellt sich mancher Christenmensch. Stellt er sie seinem Pastor, dann fällt die Antwort oft unbefriedigend aus. Der Pastor sagt nämlich mehr oder weniger umständlich, christlicher Glaube umfasse keine Ansammlung von anzuerkennenden Behauptungen. Vielleicht, wenn Sie Glück haben, antwortet er auch mit der Bibel und sagt so etwas Kompaktes wie: "Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. (Hebr. 11,1)". Die richtigen Antworten stehen für Evangelische Christen in den "Bekenntnischriften", die so etwas wie Leitplanken sind, um es in einem modernen Bild auszudrücken. Davon gibt es sehr alte, mittelalte und junge. Man lernt sie meist im Religionsunterricht oder im Konfirmandenunterricht kurz kennen, aber nicht lieben. Dabei sind sie gar nicht so schlecht! Leitplanken muß man zwar nicht lieben, aber man sollte sie respektieren und man kann sie wegen ihrer Funktion mögen! Damit man nicht lange suchen muß, bieten wir hier die wichtigsten Bekenntnisschriften. | Martin Luther hat im "Kleinen Katechismus" die Zehn Gebote, das Glaubensbekenntnis, das Vaterunser und die Tauf- und Abendmahlslehre zusammengestellt und in alltäglicher Sprache erläutert. Der Kleine Katechismus gehört natürlich in unsere Büchersammlung! Dazu gehören, wenig bekannt, aber sehr empfehlenswert, "kurze" Erklärungen Luthers, die wir hier mit anbieten. Aus der Zeit der Entstehung der Evangelischen Kirchen stammt das "Augsburger Bekenntnis", das am 25.6.1530 auf einem Reichstag von sieben lutherischen Reichsstädten vorgelegt wurde. Es legt die evangelische Lehre bis heute verpflichtend fest. Keine leichte Kost. Aber vielleicht geben einzelne seiner Artikel doch willkommenen Denkanstoß. Eine sehr junge Bekenntnisschrift, für jedermann, auch jede Frau, gut zu lesen und zu verstehen, ist die "Theologische Erklärung von Barmen", die in der Zeit des Nationalsozialismus aus aktueller Not das Verhältnis von Kirche und staatlicher Gewalt neu bestimmte. Schließlich ein Zeugnis des Zusammenwachsens von Kirchen, die zueinander gehören: Die Leuenburger Konkordie. |
© Pfarramt Ahrenshagen, 09.04.2001 | |