Was im Jahr 2006 geschah

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Die Wiederkehr des Weihnachtslichts

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Bericht der Ostseezeitung vom 2./3. Dezember 2006


Geschick und Geduld: Restaurator Georg von Knorre kopiert Honthorsts Gemälde "Anbetung der Hirten".

Foto: Privat

Die Pantlitzer Dorfkirche bekommt ihr Altarbild zurück als perfekte Kopie. Das Original von Gerrit van Honthorst wird im Pommerschen Landesmuseum Greifswald gezeigt.
Varianten des Gemäldes prangen in Florenz und Köln.


Von JAN-PETER SCHRÖDER

Gerrit van Honthorst war es, der die malerischen Auffassungen Caravaggios nach Holland gebracht hat. Er malte viele Nachtbilder mit Kerzen oder Lampenlicht. Die Italiener nannten ihn deshalb sogar "Gherardo della Notte".

Für die Kopie des Nachtbildes, das sozusagen vom Christkind erhellt wird, hat Georg von Knorre wie beim Original eine fein strukturierte Leinwand mehrfach grundiert, glatt geschliffen und rötlich gefärbt. Auf der so vorbereiteten Fläche hat er das Bild sodann plastisch in weißer Tempera angelegt. Erst danach ging er daran, Schicht für Schicht die einzelnen Farbtöne in Öl aufzutragen. Das Ergebnis spricht dafür, dass er Honthorst verstanden hat.

"Dessen Name war im Zusammenhang mit dem Altargemälde schon zu DDR-Zeiten immer wieder genannt worden, aber man wusste es nicht so genau", erinnert sich der frühere Pantlitzer Pastor Michael Reimer. Bekannt ist, dass das Gemälde einmal zur Kunstsammlung des Barons Heinrich von Mecklenburg gehörte und 1869 von den Patronatsfamilien für die neu erbaute Pantlitzer Kirche gestiftet wurde. Gut 100 Jahre später sollte das inzwischen baufällige Gotteshaus aufgegeben werden, und das Bild kam leihweise nach Zarnekow bei Greifswald. Mitte der 90er Jahre wurde die Dorfkirche dann doch wieder aufgebaut, und schließlich entsannen sich die Pantlitzer ihres Bildes, holten es wieder ab und ließen es in Schwerin restaurieren. Frank Hösel vom Landesamt für Denkmalpflege stieß dabei auf die Signatur des Malers.

Heute gilt das Gemälde als wertvollstes Bild der pommerschen Kirche, und Pastor Hirte ist ganz froh, dass es in Greifswald einen würdigen Platz gefunden hat. "Dort ist es sicherer als bei uns, und viel mehr Leute können es sehen. Wir sind sehr glücklich darüber, die Kopie zu haben. Vor allem die alten Pantlitzer, die das Bild noch von früher kennen, sind hellauf begeistert."


Die Kirche

Für oder gegen Brückenschlag?

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Marlow. Wer einmal das Land links und rechts der Recknitz durchstreift hat, weiß um die Schönheit dieser Landschaft. Obwohl dieses so reizvolle Gebiet längst kein Geheimtipp mehr für Touristen ist, liegt es weiterhin im Schatten der Küstenregion. "Wir müssen endlich mehr dafür tun, um diese Landschaft touristisch besser zu erschließen. Es fehlt einfach die Verbindung zwischen Ostseeküste und Hinterland", zeigt sich Matthias Löttge, Vorsitzender des Tourismusverbandes Fischland, Darß, Zingst, ungeduldig.

Besonders die lange diskutierte Recknitz-Querung liegt Löttge und allen anderen am Herzen, die noch mehr Ausflüglern die liebliche Landschaft am Fluss erschließen möchten. "Mit einem Brückenschlag über das Wasser wollen wir erreichen, dass Radfahrer und Wanderer von einem Ufer zum anderen kommen, ohne wie bisher, weite Wege in Kauf nehmen zu müssen. Außerdem wird damit für die Radler die Möglichkeit geschaffen, einen Rundkurs zu absolvieren", erläutert der Verbandschef. Die Querung, so gegenwärtige Vorstellungen, soll den an dieser Stelle gut 25 Meter breiten Fluss bei Pantlitz überwinden.

Dieser Ort ist gut gewählt, denn neben Natur pur hat er schon jetzt einen Wasserwanderer-Rastplatz und eine Radfahrerkirche zu bieten. Künftig, so eine Idee, könnte sogar ein Naturcamp hier seinen Platz finden. Gründe genug, um sich hier den Brückenschlag zu wünschen. "Wir stellen uns eine Holzbrücke und einen Blockbohlensteg vor, der auf dem westlichen Ufer über das moorige Gelände führt", wird Verbands-Geschäftsführer Fried Krüger konkret. Selbst ein Floß anstatt einer Brücke sei für ihn vorstellbar, deutet er verschiedene Varianten an. Hauptsache aber sei es, dass endlich Bewegung in die Sache komme, meint er. Eine Auffassung, mit der Krüger und Löttge längst nicht mehr alleine dastehen.

Verbündete haben die Tourismus-Fachleute in den Verwaltungen von Ribnitz-Damgarten, Marlow, Ahrenshagen-Daskow, Schlemmin und Semlow gefunden. Dort wissen die Verantwortlichen genau, was geschieht, wenn dieses Projekt buchstäblich ins Wasser fällt. Dass die Touristen weiterhin vor dieser für sie unüberwindlichen Barriere Halt machen müssen, darf nicht geschehen, weil sie dann eines Tages ganz ausbleiben", meint Matthias Löttge und freut sich über die wachsende Front der Querungsbefürworter. Bereits einmal haben sie sich zu einer Beratung hinter verschlossener Tür getroffen. Vertraulich soll ebenfalls die nächste Zusammenkunft am 14. November bleiben, für das sich die Recknitz-Anlieger erneut Marlow auserkoren haben.

Doch trotz strikter öffentlicher Zurückhaltung dürfte klar sein, dass sich die Verbündeten vor allem für die Diskussion mit dem Umweltamt des Kreises wappnen wollen. Denn das führt derzeit Argument um Argument ins Feld, um die Recknitz-Querung aus Naturschutzgründen zu verhindern. "Aber es muss doch eine Möglichkeit geben, sowohl die Interessen des Naturschutzes, als auch die des Tourismus in Einklang zu bringen. Wofür ja auch unsere Vorschläge sprechen", betont Verbandsvorsitzender Matthias Löttge die Kompromissbereitschaft der Querungs-Anhänger.

Bei uns malen Frauen

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Aquarell

- nicht mit den Zähnen, denn das hieße auch nach der 12. Rechtschreibreform "mahlen". Nein sie tusche(l)n! Im Frühjahr hatte es mit dem Malen von Aquarellen angefangen. Unter Leitung von Sybille Dally fanden sich einige Frauen zusammen, die sich zunächst im Pfarrhaus Ahrenshagen alle 14 Tage der Malerei widmeten. Es wurden neue Techniken ausprobiert und manches Motiv von Postkarten oder Fotos abgemalt. Inzwischen findet der Malkurs regelmäßig alle 14 Tage in der Kirche Pantlitz statt. Beginn ist jeweils um 18 Uhr. Auch Neuanfänger sind herzlich dazu eingeladen. Wer noch Fragen hat, frage im Pfarramt oder direkt bei Sybille Dally (Sie antwortet gerne; wenn man schön bittet, werden vielleicht sogar Männer zugelassen??).

Als Beweis, dass nicht nur getuschelt, sondern auch getuscht wird: Blick auf das Recknitztal gemalt von Brigitte Reimer.

Unsere Gemeindefeste

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Gospelchor
Der Saaler Gospelchor unter Leitung von Thomas Franke in Aktion

Am 27. August feierten unsere Kirchengemeinden in Langenhanshagen und in Pantlitz ihr Gemeindefest. In Pantlitz begann das Fest mit einem Gottesdienst zum Thema "Haus der lebendigen Steine". In diesem Gottesdienst an dem trotz des strömenden Regens etwa 60 Menschen teilnahmen, wurden die Schulanfänger und auch die anderen Schulkinder herzlich in der Gemeinde willkommen geheißen. Anschließend gab es Kaffee und Kuchen und einen Vortrag über die Geschichte des ungemein wertvollen Pantlitzer AltargemäldesWir hatten es im letzten Jahr begrüßen können, seit diesem Sommer hängt nun eine Kopie in der Kirche..

Auch in Langenhanshagen war die Stimmung gut. Nach einem Gottesdienst, Kaffee und Kuchen sang am Abend der Gospelchor aus Saal unter Leitung von Jugendwart Thomas Franke. Leider nur etwa 25 Besucher waren mit dabei und ließen sich von der Begeisterung des Chores anstecken

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Kirche wird für Petra Barske zur Galerie

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Die guten Lichtverhältnisse in der Kirche ließen ihre farbenfrohen Kunstwerke ganz besonders zur Geltung kommen. Die mehr als 20 Öl- und Acrylbilder zeigen Stadt- und Dorflandschaften von den Inseln Rügen und Bornholm oder setzen Gefühlen, Gedanken und Empfindungen der Künstlerin farblich stimmungsvoll um, ohne sich dabei einer festgelegten Stilrichtung zu verschreiben.

"Die Bilder von Petra Barske passen vorzüglich in unsere Kirche und geben dem Raum Farbe" urteilte auch Pastor Hirte. Bildhauer und Metallgestalter Holger "Max" Barske hatte das Problem der Aufhängung übrigens genial gelöst. Seine kaum auffallenden abgewinkelten Metallstützen ermöglichten das Anbringen der Werke, ohne Löcher in die historische Kirchenwand bohren zu müssen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 27. August täglich in der Zeit von 11 bis 18 Uhr zu besichtigen.

VOLKER STEPHAN
Ausstellung Petra Barske
In der Langenhanshäger Kirche stellt derzeit Petra Barske aus. Viele Vertreter der Kunst hatten sich zur Eröffnung eingefunden.
Foto: V. S.
... und hier noch zwei bunte Winz-Bilder zur Ausstellung (Foto: K.-Ch. Hirte)
Ausstellung Petra Barske

Dritte Buchholz-Orgel im Pfarrbereich Ahrenshagen

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Die Orgel, ebenfalls von Buchholz, ist unsere größte und jüngste und hat die Instandsetzung noch vor sich. Dass es damit voran geht, ist dem folgenden Artikel der Ostseezeitung zu entnehmen. Wenn diese Reparatur vorbei ist, werden hoffentlich die drei (übrigens sämtlich "seitenspieligen") Buchholz-Orgeln und als Sahnehäubchen die Schulze-Orgel spielwütige Organisten und Orgelfreunde in großer Zahl anziehen und Ohr und Herz unserer Gemeindeglieder und willkommener Gäste erfreuen.

Posaunenengel
Bericht der Ostseezeitung vom ??. Juli 2006

Doch die Zeit hat ihre Spuren an der Orgel hinterlassen. "Wie das Gutachten des Orgelsachverständigen der Pommerschen Evangelischen Kirche, Martin Rost, ergeben hat, ist der Bestand der Orgel erheblich gefährdet", sagt Gemeindeglied Dr. Winfrid Baudach. Er betreut das Instrument ehrenamtlich, wobei der pensionierte Arzt und Wahlstralsunder - soweit es seine Zeit, zulässt - zu Gottesdiensten, Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten und Begräbnisfeiern die Orgel spielt.

So drohen die Metallpfeifen abzuknicken und weisen die Holzpfeifen teilweise massive Holzwurmschäden auf. Einzelne von ihnen mussten bereits ersetzt werden. Dieses Schicksal widerfuhr auch den sichtbaren sogenannten Prospektpfeifen, die ursprünglich aus Zinn gefertigt waren. "Für Kriegszwecke hatte die Kirchgemeinde sie im 1. Weltkrieg abzugeben", erklärt Dr. Baudach. Später waren sie durch Zinkpfeifen ersetzt worden. Und auch Vögel und Ungeziefer haben Spuren an dem historischen Instrument mit seinen neun Registern- und 420 Pfeifen hinterlassen.

Die Lüdershäger Kirchgemeinde versucht nun, die Buchholz-Orgel vor einem weiteren Verfall zu bewahren und sammelt seit dem Frühjahr Spenden für ihre Restaurierung. "Denn allein schaffen wir es nicht, die erforderliche Summe von 30000€ aufzubringen", sagt Dr. Baudach, der sich gemeinsam mit seinen Mitstreitern über die gute Akzeptanz und Spendenbereitschaft freut. Bereits 3500 Euro sind auf diesem Weg zusammen gekommen. Auch soll noch ein Antrag auf Förderung beim Landesamt für Denkmalpflege, beim Landkreis Nordvorpommern und bei der Gemeinde gestellt werden. Zudem wurden Kirchgeldsammlungen durchgeführt. Dabei ist die Restaurierung für 2007 geplant, die durch den Mecklenburger Orgelbau erfolgen wird. Die Kirchgemeinde hatte sich für das Unternehmen, das schon seit über 20 Jahren das Instrument betreut, aus drei Angeboten entschieden. "Es war für uns das Umfassendste und Günstigste", so Dr. Baudach.

Die Lüdershäger Buchholz-Orgel, die von ihrem Erbauer an die Bauweise der Kirche angepasst werden musste, hat infolge dessen viele Besonderheiten. Durch die seltene Zweischiffigkeit des Kirchenraumes besitzt auch die Orgel ein einmaliges zweigeteiltes Gehäuse. Zudem ist sie von der Seite zu bespielen, was nicht oft vorkommt. "Und fast alle Teile des Instruments sind - was wiederum selten ist - im Original erhalten geblieben", freut sich Dr. Baudach.

Spenden können unter dem Stichwort "Orgelspende" auf das Konto 100107001 bei der Sparkasse Vorpommern, BLZ 15050500 eingezahlt werden.
C. H.

Radtour der Kinder mit Überraschung

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ausflug

Bei großer Hitze starteten wir am 13. Juni mit dem Fahrrad nach Langenhanshagen. Alle freuten sich auf unser Picknick. Jeder hatte etwas mitgebracht. Wir besichtigten die Kirche. Aber was war das? Keine Bänke, kein Altar, keine Orgel! Ein leerer Raum, in dem wir die Akustik ausprobierten. Ein tolles Erlebnis!
Wer mehr von der Kirche sehen will, kann das auch hier im Internet tun: Die Kirche von Langenhanshagen.


In Pantlitz war/ist was los!

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Burgwallsingen 2006

Neues aus der Tribohmer Kirche

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"Ein solches geschlossenes barockes Ensemble mit Altar, Altarschranke, Kanzel, Kanzeldecke und den beiden Patronatlogen ist zwar nicht selten, aber es ist ungewöhnlich, dass es saniert und aufgearbeitet wird", erläuterte der Pastor. Vor einiger Zeit bereits waren die Patronatlogen abgebaut worden, auch sie werden von der alten Farbe befreit. "Die Kosten für die Sanierung werden sich auf etwa 110 000 Euro belaufen", schätzt Hirte. Das lasse sich nur mit Geld aus verschiedenen Stiftungen ermöglichen. Unterdessen sind auch Mittel für die Sanierung der Südwand in der Tribohmer Kirche zusammengekommen.

Altarbild

Mit viel Geduld wird das ursprüngliche Altarbild in der Tribohmer kirche von Restauratorinnen wiederhergestellt. Über den Maler des Werkes kann man noch nichts sagen. OZ-Foto: MSC

altes Altarbild

Die untere Hälfte des nun freigelegten Altarbildes

Radfahrerkirche in Pantlitz eingeweiht

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Radfahrerzentrum
Bild: Die wieder hergestellten Patronatsanbauten, die den Radfahrerstützpunkt beherbergen.

Genutzt wird sie vorwiegend für Konzerte und Ausstellungen. So wird am 11. Juni um 18 Uhr eine Ausstellung mit Radierungen und Holzschnitten des Ribnitzer Künstlers Wolfram Lücke eröffnet. Geplant ist darüber hinaus gemeinsam mit dem Landesamt für Bodendenkmalpflege eine Dauerausstellung zur slawischen Besiedlung der Region.

Bereits zum 14. Mal findet am 17. Juni das sogenannte "Pantlitzer Burgwallsingen" in der Kirche statt. Zu diesem Chortreffen kommen Chöre der Region aber auch aus anderen Bundesländern.

Pantlitz. Für den Ahrenshäger Pastor Klaus-Christian Hirte geht ein Traum in Erfüllung: Während des Sommers wird er die Kirche in Pantlitz für Touristen geöffnet halten können. Damit können die Pantlitzer dann nach der Sanierung des Patronatsanbaus, der eine Kaffeeküche, sanitäre Anlagen und einen kleinen Veranstaltungsraum beherbergt, ihre Kirche für den Küstenvorlandtourismus nutzen. Vor allem, aber nicht nur, will man sich an die Radwanderer unter den Gästen wenden. "Deswegen werden wir ab Pfingsten die erste Radfahrerkirche des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern haben", sagte Klaus-Christian Hirte gestern. Denn die Kirche steht am so genannten Vinetaweg, einem Verbindungsweg zwischen den Europawanderwegen E 9 und E 10. Der gesamte Europawanderweg führt von St. Petersburg bis nach Gibraltar, erläuterte Hirte, der auch weiß, dass viele Radwanderer im Sommer kommen, weil die Wege gut ausgebaut sind.

Wenn die Radwanderer dann in Pantlitz halten, werden Sonja Hecht und Renate Adamsky für Kaffee und Kuchen sorgen. Gestern stimmte diesem Vorhaben auch eine Prüferin des Veterinäramtes zu, die sich die Küche in der Pantlitzer Kirche ansah. Die beiden Frauen, die über die Barther Belschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft in Pantlitz einen Job gefunden haben, werden den Gästen auch die Kirche zeigen und ihnen die Möglichkeit eröffnen, vom Kirchturm über das Land zu sehen und den slawischen Burgwall zu erkunden. Nun wünscht sich Pastor Hirte aber auch, dass die Wasserwanderer auf der Recknitz einen Abstecher nach Pantlitz machen. Sie werden dann auch vielleicht schon die geplante Ausstellung über die slawische Besiedlung der Region sehen können. Die Besucher werden täglich, auch an den Wochenenden, in der Zeit von 10 bis 17 Uhr in die Pantlitzer Kirche kommen können. Am Sonntag, 11. Juni, wird zudem eine Ausstellung mit Radierungen und Holzschnitten des Ribnitzer Künstlers Wolfgang Lücke eröffnet.

Msc

Barockausstattung der Tribohmer Kirche wird restauriert

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"Das alles" - das ist die Restaurierung der Tribohmer Kirche, Kleinod des 108 Seelen-Dorfes. Mit dem Dachstuhl begann es 2001. Turmhelm und Turmschaft wurden wieder hergerichtet, Fußboden und Wände im Chorbereich in Ordnung gebracht.

Eine Dauerbaustelle ist diese Kirche. Eine Baustelle, für die sich dauernd Menschen stark machen. Privatleute, wie einige Hamburger Familien oder die alte Dame aus Bayern, die das, was sie in einem Jahr spart, für die Renovierung der Kirche hergibt. Stiftungen wie die Zeit-Stiftung, die Reemtsma-Stiftung, die Katharina und Gerhard Hoffmann-Stiftung oder die Deutsche Stiftung Denkmalschutz - um nur diejenigen zu nennen, die für die Renovierung der Südwand des Chores und die Wiederherstellung der Barockausstattung im Altarbereich spendeten - das sind die Aufgaben für 2006. 36.000 Euro kostet die Südwand, 110.000 Euro die Sanierung des Altars samt Schranke, Kanzel und Patronatslogen.

1745 wurde der Altarbereich des Kirchleins im Barockstil ausgestattet. Hunderteins Jahre später fand man das dann zu bunt, die Säulen und Putten wurden weiß übermalt. "Das war ein theologisches Programm", sagt Pastor Hirte. Nicht auf marmorierte Säulen und farbige Figuren sollten die evangelischen Christen ihr Augenmerk richten, sondern auf das Wort Gottes. Zu viel Buntes lenke von der Predigt ab.

1899 dann machten sich die Maler noch einmal ans Werk. Mit einer so genannten Bierlasur wurden unter anderem Säulen, Altarschranke und Patronatslogen behandelt, eine Farbe, die an helles Holz erinnert. Seit Mitte Januar legen Konservatorin Elke Kuhnert und ihre Mitarbeiterinnen die ursprüngliche Fassung frei. Mit Tensiden und Skalpell nähert man sich der Barockfassung. "Dass eine komplette Ausstattung restauriert wird, hat es im Kirchenkreis Stralsund noch nie gegeben", sagt Pastor Klaus-Christian Hirte. Er freut sich darauf, dass die Farbe in den Altarbereich zurückkehrt.

Detail des Tribohmer Barockaltars

Altarsäule in der Tribohmer Kirche, Unten: Barocke Marmorierung (1745), die wiederhergestellt werden soll. Links Weiße Übermalung (1846). Rechts Lasur von 1899.

OZ-Foto: K.S.

Uhr der Tribohmer Kirche ist älter als gedacht

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Manzei, der sich auch mit anderen Turmuhren beschäftigt hat, hat in einem Buch ein ähnliches Modell von Danzig gefunden, es stammt aus dem Jahre 1596 und hat einen Viertelschlag. "Wir werden die Uhr wahrscheinlich in eine Vitrine stellen, sie mit einer Informationstafel versehen und dann ausstellen", sagte am Donnerstag Klaus-Christian Hirte bei einem Gespräch. In Tribohm ist am Kirchturm schon ein Ziffernblatt installiert worden - diesmal mit zwei Zeigern. Später soll ein elektrisches Uhrwerk eingebaut werden, "wenn wir das Geld dafür beisammen haben". Der Wert der alten Uhr ist die historische Bedeutung. "Wir hatten angenommen, dass sie vielleicht 100 Jahre alt ist. Aber immerhin: Tribohm wusste seit 1650, was die Uhr so geschlagen hatte.

Altes Uhrwerk

Klaus-Christian Hirte (links) und Martin Manzei vor dem Uhrwerk aus dem Tribohmer Kirchturm. Es soll zur Besichtigung für die Besucher ausgestellt werden.

OZ-Foto: MSC

Gruß zum Neuen Jahr

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Geleit für 2006

Die Jahreslosung soll uns durch das ganze Jahr hindurch begleiten.

Gott spricht: Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht.
Josua 1,5b

Zum Jahr 2006 grüßt hier der Kirchturm von Tribohm. Am Heiligabend konnten zum ersten Mal seit Jahren wieder die Glocken zum Gottesdienst rufen. Das war für alle Tribohmer ein bewegender Moment. Denn noch vor kurzem war der rund 600 Jahre alte Turm einsturzgefährdet. In zwei Bauabschnitten konnte dieses einmalige Denkmal der Zimmermannskunst vergangener Jahrhunderte nun gerettet werden. Die aufwendige Sanierung wurde finanziert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Stiftung KiBa Hannover, das Land Mecklenburg-Vorpommern, die Bundesrepublik Deutschland, die Pommersche Landeskirche und die Kirchengemeinde in Tribohm. Wir danken allen, die sich daran beteiligt haben.

Ihr Pastor Klaus-Christian Hirte

© Pfarramt Ahrenshagen, 2006