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Bericht der Ostseezeitung vom 2./3. Dezember 2006

Geschick und Geduld: Restaurator Georg von Knorre kopiert Honthorsts Gemälde "Anbetung der Hirten".
Pastor Hirte kann sich freuen, denn Honthorsts frohe Hirten sind zurück in Pantlitz, und ihre Gesichter strahlen im Licht der Weihnacht. Rechtzeitig zum ersten Advent wird in der Kirche des 100-Seelen-Dörfchens südlich von Ribnitz-Damgarten erstmals die gelungene Kopie eines kostbaren Gemäldes präsentiert, das dort bis Mitte der 70er-Jahre relativ unbeachtet überm Altar gehangen hatte - das Weihnachtsbild "Anbetung der Hirten" von dem Utrechter Maler Gerrit van Honthorst (1590 1656).
Das Bild zeigt eine Szene aus dem Lukas-Evangelium: Mitten in der Nacht sind Hirten auf Geheiß eines Engels nach Bethlehem gekommen und bestaunen nun im Stall den neugeborerien Christus. Ganz und gar beeindruckend ist, wie Honthorst das 1622 gemalt hat. Das Jesuskind in seiner Krippe leuchtet so stark, dass sein Abglanz nicht nur die Gesichter, der umstehenden Hirten beseelt, sondern sogar den Raum vor der Leinwand erhellt. Das stand schon vor einem Jahr in dieser Zeitung, als das sorgfältig restaurierte Original als Leihgabe ins Pommersche Landesmuseum Greifswald kam. Dass es in der dortigen Gemäldegalerie den Prunkplatz gegenübe dem Eingang erhielt, nimmt nicht Wunder, denn dieses Bild rückt das Greifswalder Museum in die Nähe international bedeutender Sammlungen. In den Uffizien in Florenz prangt eine ähnliche "Anbetung der Hirten" im Honthorst-Saal, und auch das Kölner Wallraf-Richartz-Museum besitzt eine Variante des Gemäldes aus dem Jahr 1622. Die pommersche Version war in Standardwerken der Kunstgeschichte bisher gar nicht verzeichnet, gilt also als Entdeckung und ist - nicht nur nach Meinung der Greifswalder Kunst-Kuratorin Birte Frenssen - "sogar schöner als die beiden anderen".
Eigentümer ist aber nach wie vor die evangelische Kirchgemeinde Ahrenshagen-Pantlitz, die auf ihren größte Schatz zuletzt über 30 Jahre ersatzlos verzichten musste. Die nächsten 30 Jahre werde in dieser Hinsicht schöner, denn dass nun eine Kopie nach Pantlitz kommt, war von vornherein Bestandteil de Leihvertrags mit dem Landesmuseum. "Und dass die so gut werden würde, hätte ich garnicht geglaubt", bekennt Pastor Klaus-Christian Hirte.
"Auf der Kopie sind sogar mehr Details zu erkennen als im nachgedunkelten Original", erklärt Georg von Knorre. Ein Jahr hat der Rostocker Diplom-Restaurator daran gearbeitet, dass seine "Anbetung der Hirten" möglichst so aussieht, wie Honthorsts Gemälde, als es ganz neu war. Die letzte Firnis-Schicht ist erst seit ein paar Tagen trocken.
Von der Maltechnik der Alten Meister war der 35-jährige schon vor seinem Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden fasziniert. "Wie die ihre Farbeffekte erzielt haben, konnten mir in Rostock selbst Kunsterzieher nicht erklären", sagt er. "Aber ich wollte das immer wissen."
Inzwischen kennt er die Tricks und Techniken, hat sie neben seiner Arbeit als Restaurator immer wieder erprobt und weiß daher auch, was man beim Kopieren vor allem braucht: "Geduld und viel Disziplin. Man darf nicht kreativ sein, man führt nur aus, was ein anderer bereits erschaffen hat. Aber man lernt unglaublich viel dazu. Das war die Ausbildung der Maler, bis das Kopieren außer Mode kam."
Auch Honthorst habe zunächst so gearbeitet, meint von Knorre. "Bis 1622 war der Holländer in Rom, lebte dort bei einem reichen Bankier, in dessen Palast 15 Gemälde von Caravaggio hingen. Sicher hat er sich viel abgeschaut und kopiert, war beeindruckt von dessen Umgang mit Licht und Schatten in der Farbigkeit."
Gerrit van Honthorst war es, der die malerischen Auffassungen Caravaggios nach Holland gebracht hat. Er malte viele Nachtbilder mit Kerzen oder Lampenlicht. Die Italiener nannten ihn deshalb sogar "Gherardo della Notte".
Für die Kopie des Nachtbildes, das sozusagen vom Christkind erhellt wird, hat Georg von Knorre wie beim Original eine fein strukturierte Leinwand mehrfach grundiert, glatt geschliffen und rötlich gefärbt. Auf der so vorbereiteten Fläche hat er das Bild sodann plastisch in weißer Tempera angelegt. Erst danach ging er daran, Schicht für Schicht die einzelnen Farbtöne in Öl aufzutragen. Das Ergebnis spricht dafür, dass er Honthorst verstanden hat.
"Dessen Name war im Zusammenhang mit dem Altargemälde schon zu DDR-Zeiten immer wieder genannt worden, aber man wusste es nicht so genau", erinnert sich der frühere Pantlitzer Pastor Michael Reimer. Bekannt ist, dass das Gemälde einmal zur Kunstsammlung des Barons Heinrich von Mecklenburg gehörte und 1869 von den Patronatsfamilien für die neu erbaute Pantlitzer Kirche gestiftet wurde. Gut 100 Jahre später sollte das inzwischen baufällige Gotteshaus aufgegeben werden, und das Bild kam leihweise nach Zarnekow bei Greifswald. Mitte der 90er Jahre wurde die Dorfkirche dann doch wieder aufgebaut, und schließlich entsannen sich die Pantlitzer ihres Bildes, holten es wieder ab und ließen es in Schwerin restaurieren. Frank Hösel vom Landesamt für Denkmalpflege stieß dabei auf die Signatur des Malers.
Heute gilt das Gemälde als wertvollstes Bild der pommerschen Kirche, und Pastor Hirte ist ganz froh, dass es in Greifswald einen würdigen Platz gefunden hat. "Dort ist es sicherer als bei uns, und viel mehr Leute können es sehen. Wir sind sehr glücklich darüber, die Kopie zu haben. Vor allem die alten Pantlitzer, die das Bild noch von früher kennen, sind hellauf begeistert."

In unserer geliebten Ostseezeitung konnten wir am 26. Oktober dies lesen:

Das liebliche Recknitztal bei Pantlitz. Hier wäre eine Querung des Flüsschens durch eine Brücke denkbar meinen Tourismus-Fachleute.
Sind wir dafür oder dagegen?
Christenmenschen sind immer für Brücken, solange sie sich nur ordentlich in die Umgebung einordnen.
Übrigens, wenn der Tourismus nachhaltig gefördert werden soll, dann verbieten sich "Spargel"-pflanzungen, wie man sie am Bildhorizont erkennt.
Marlow. Wer einmal das Land links und rechts der Recknitz durchstreift hat, weiß um die Schönheit dieser Landschaft. Obwohl dieses so reizvolle Gebiet längst kein Geheimtipp mehr für Touristen ist, liegt es weiterhin im Schatten der Küstenregion. "Wir müssen endlich mehr dafür tun, um diese Landschaft touristisch besser zu erschließen. Es fehlt einfach die Verbindung zwischen Ostseeküste und Hinterland", zeigt sich Matthias Löttge, Vorsitzender des Tourismusverbandes Fischland, Darß, Zingst, ungeduldig.
Besonders die lange diskutierte Recknitz-Querung liegt Löttge und allen anderen am Herzen, die noch mehr Ausflüglern die liebliche Landschaft am Fluss erschließen möchten. "Mit einem Brückenschlag über das Wasser wollen wir erreichen, dass Radfahrer und Wanderer von einem Ufer zum anderen kommen, ohne wie bisher, weite Wege in Kauf nehmen zu müssen. Außerdem wird damit für die Radler die Möglichkeit geschaffen, einen Rundkurs zu absolvieren", erläutert der Verbandschef. Die Querung, so gegenwärtige Vorstellungen, soll den an dieser Stelle gut 25 Meter breiten Fluss bei Pantlitz überwinden.
Dieser Ort ist gut gewählt, denn neben Natur pur hat er schon jetzt einen Wasserwanderer-Rastplatz und eine Radfahrerkirche zu bieten. Künftig, so eine Idee, könnte sogar ein Naturcamp hier seinen Platz finden. Gründe genug, um sich hier den Brückenschlag zu wünschen. "Wir stellen uns eine Holzbrücke und einen Blockbohlensteg vor, der auf dem westlichen Ufer über das moorige Gelände führt", wird Verbands-Geschäftsführer Fried Krüger konkret. Selbst ein Floß anstatt einer Brücke sei für ihn vorstellbar, deutet er verschiedene Varianten an. Hauptsache aber sei es, dass endlich Bewegung in die Sache komme, meint er. Eine Auffassung, mit der Krüger und Löttge längst nicht mehr alleine dastehen.
Verbündete haben die Tourismus-Fachleute in den Verwaltungen von Ribnitz-Damgarten, Marlow, Ahrenshagen-Daskow, Schlemmin und Semlow gefunden. Dort wissen die Verantwortlichen genau, was geschieht, wenn dieses Projekt buchstäblich ins Wasser fällt. Dass die Touristen weiterhin vor dieser für sie unüberwindlichen Barriere Halt machen müssen, darf nicht geschehen, weil sie dann eines Tages ganz ausbleiben", meint Matthias Löttge und freut sich über die wachsende Front der Querungsbefürworter. Bereits einmal haben sie sich zu einer Beratung hinter verschlossener Tür getroffen. Vertraulich soll ebenfalls die nächste Zusammenkunft am 14. November bleiben, für das sich die Recknitz-Anlieger erneut Marlow auserkoren haben.
Doch trotz strikter öffentlicher Zurückhaltung dürfte klar sein, dass sich die Verbündeten vor allem für die Diskussion mit dem Umweltamt des Kreises wappnen wollen. Denn das führt derzeit Argument um Argument ins Feld, um die Recknitz-Querung aus Naturschutzgründen zu verhindern. "Aber es muss doch eine Möglichkeit geben, sowohl die Interessen des Naturschutzes, als auch die des Tourismus in Einklang zu bringen. Wofür ja auch unsere Vorschläge sprechen", betont Verbandsvorsitzender Matthias Löttge die Kompromissbereitschaft der Querungs-Anhänger.

- nicht mit den Zähnen, denn das hieße auch nach der 12. Rechtschreibreform "mahlen". Nein sie tusche(l)n! Im Frühjahr hatte es mit dem Malen von Aquarellen angefangen. Unter Leitung von Sybille Dally fanden sich einige Frauen zusammen, die sich zunächst im Pfarrhaus Ahrenshagen alle 14 Tage der Malerei widmeten. Es wurden neue Techniken ausprobiert und manches Motiv von Postkarten oder Fotos abgemalt. Inzwischen findet der Malkurs regelmäßig alle 14 Tage in der Kirche Pantlitz statt. Beginn ist jeweils um 18 Uhr. Auch Neuanfänger sind herzlich dazu eingeladen. Wer noch Fragen hat, frage im Pfarramt oder direkt bei Sybille Dally (Sie antwortet gerne; wenn man schön bittet, werden vielleicht sogar Männer zugelassen??).
Als Beweis, dass nicht nur getuschelt, sondern auch getuscht wird: Blick auf das Recknitztal gemalt von Brigitte Reimer.

Am 27. August feierten unsere Kirchengemeinden in Langenhanshagen und in Pantlitz ihr Gemeindefest. In Pantlitz begann das Fest mit einem Gottesdienst zum Thema "Haus der lebendigen Steine". In diesem Gottesdienst an dem trotz des strömenden Regens etwa 60 Menschen teilnahmen, wurden die Schulanfänger und auch die anderen Schulkinder herzlich in der Gemeinde willkommen geheißen. Anschließend gab es Kaffee und Kuchen und einen Vortrag über die Geschichte des ungemein wertvollen Pantlitzer AltargemäldesWir hatten es im letzten Jahr begrüßen können, seit diesem Sommer hängt nun eine Kopie in der Kirche..
Auch in Langenhanshagen war die Stimmung gut. Nach einem Gottesdienst, Kaffee und Kuchen sang am Abend der Gospelchor aus Saal unter Leitung von Jugendwart Thomas Franke. Leider nur etwa 25 Besucher waren mit dabei und ließen sich von der Begeisterung des Chores anstecken
.Bericht der OZ vom 17. August 2006
Langenhanshagen. Zunehmend werden die kleinen Kirchen in den Dörfern unserer Region zu Orten kultureller Begegnungen. So auch die schöne Feldsteinkirche in Langenhanshagen, die vom Ahrenshäger Pastor Klaus-Christian Hirthe betreut wird. "Unsere 600 Jahre alte Kirche hat schon schweres durchgemacht, besonders während der DDR-Zeit. Nun nutzen wir sie nicht nur für Gottesdienste, sondern auch für Konzerte und Ausstellungen", so der Theologe.
Bei einer der vergangenen Ausstellungen wurde die Pruchtener Malerin Petra Barske (Petra Müller) auf den idyllisch gelegenen Ort mit den guten Ausstellungsbedingungen in der Kirche aufmerksam. "Ich fragte an und traf mit meinem Anliegen auf offene Ohn. So konnten ich mit Unterstützung meines Ehemannes Max an die Vorbereitung einer eigenen Ausstellung gehen", erzählte die Künstlerin.
Zur Eröffnung am vergangenen Wochenende konnte sie eine große Schar kunstbegeisterter Gäste begrüßen. Viele, die in der Kunstzene der Region Rang und Namen haben, waren gekommen, um der Künstlerin zur Eröffnung ihrer Exposition zu gratulieren und Erfolg zu wünschen. Einige brachten Blumen mit, ander Kuchen oder kleine kulinarische Delikatessen. "Dass es so viele werden, habe ich nicht erwartet - ich bin überwältigt", dankte die Malerin ihren Gästen sowie allen, die zum Gelingen beigetragen hatten.
Die sehr anspruchsvolle Eröffnungsrede hielt Peter-Michael Pietsch, der mit seinen Texten auch schon Gast bei einer Ausstellungseröffnung imHaus der Künstlerfamihe Barske in Pruchten war. Pietsch ließ seine Gedanken weit ausschweifen um dann zu seiner Interpretation der Bildinhalte zu finden. Umrahmt wurde die Eröffnunstunde mit Improvisationen des Berliner Saxophonisten Burkhard Schmidt, den die Barskes bei einem Konzert kennen gelernt hatten. Wie bei derartigen Anlässen üblich, nutzten nach dem offiziellen Teil viele Gäste die Gegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich über die gezeigten Bilder auszutauschen. Petra Barske stand natürlich im Mittelpunkt der allgemeinen Aufmerksamkeit und musste immer wieder Fragen beantworten.
Die guten Lichtverhältnisse in der Kirche ließen ihre farbenfrohen Kunstwerke ganz besonders zur Geltung kommen. Die mehr als 20 Öl- und Acrylbilder zeigen Stadt- und Dorflandschaften von den Inseln Rügen und Bornholm oder setzen Gefühlen, Gedanken und Empfindungen der Künstlerin farblich stimmungsvoll um, ohne sich dabei einer festgelegten Stilrichtung zu verschreiben.
"Die Bilder von Petra Barske passen vorzüglich in unsere Kirche und geben dem Raum Farbe" urteilte auch Pastor Hirte. Bildhauer und Metallgestalter Holger "Max" Barske hatte das Problem der Aufhängung übrigens genial gelöst. Seine kaum auffallenden abgewinkelten Metallstützen ermöglichten das Anbringen der Werke, ohne Löcher in die historische Kirchenwand bohren zu müssen.
Die Ausstellung ist noch bis zum 27. August täglich in der Zeit von 11 bis 18 Uhr zu besichtigen.



Nachdem die Gemeinde Lüdershagen nun vom Ahrenshäger Pastor mit betreut wird, gehören zum vergrößerten Pfarrbereich sechs Kirchen, wovon vier über Orgeln verfügen.
In Ahrenshagen gibt es als besondere Seltenheit die nahezu original erhaltene Schulze-Orgel (vor 1846 erbaut), die 2002 saniert wurde. In Tribohm und Schlemmin stehen jeweils Buchholz-Orgeln, die als Dorfkirchen-Orgeln ein beschauliches Dasein geführt haben, weniger blumig ausgedrückt ... von Pflege- und Modernisierungsarbeiten weitgehend verschont geblieben sind. Die Tribohmer Orgel (1845) wurde 1994 repariert und wird die dortigen Bauarbeiten hoffentlich unbeschadet überstehen. Die Schlemminer Orgel (1841) hatte (welt-)kriegsbedingt ein besonders schweres Schicksal und ist erst seit 2003 wieder ansehnlich und spielbar. Sie wird für Hochzeiten und die beliebten Sommerkonzerte gerne genutzt.
Die Lüdershäger Kirche ist, wie der Posaunenengel aus dem Gewölbe beweist, schon immer sehr musikalisch.
Die Orgel, ebenfalls von Buchholz, ist unsere größte und jüngste und hat die Instandsetzung noch vor sich. Dass es damit voran geht, ist dem folgenden Artikel der Ostseezeitung zu entnehmen. Wenn diese Reparatur vorbei ist, werden hoffentlich die drei (übrigens sämtlich "seitenspieligen") Buchholz-Orgeln und als Sahnehäubchen die Schulze-Orgel spielwütige Organisten und Orgelfreunde in großer Zahl anziehen und Ohr und Herz unserer Gemeindeglieder und willkommener Gäste erfreuen.

Lüdershagen.In der Kirche von Lüdershagen ist seit 25 Jahren die musikalische Reihe der geistlichen Abendmusiken zu erleben. Rund um die Buchholz-Orgel erklingen im Sommer einmalig schöne Konzerte, in deren Mittelpunkt das 157 Jahre alte Instrument steht.

Dr. Winfrid Baudach (l.) und Reinhard Bokemeyer, stellvertretender Vorsitzender des Kirchgemeinderates, vor der Buchholz-Orgel.
Doch die Zeit hat ihre Spuren an der Orgel hinterlassen. "Wie das Gutachten des Orgelsachverständigen der Pommerschen Evangelischen Kirche, Martin Rost, ergeben hat, ist der Bestand der Orgel erheblich gefährdet", sagt Gemeindeglied Dr. Winfrid Baudach. Er betreut das Instrument ehrenamtlich, wobei der pensionierte Arzt und Wahlstralsunder - soweit es seine Zeit, zulässt - zu Gottesdiensten, Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten und Begräbnisfeiern die Orgel spielt.
So drohen die Metallpfeifen abzuknicken und weisen die Holzpfeifen teilweise massive Holzwurmschäden auf. Einzelne von ihnen mussten bereits ersetzt werden. Dieses Schicksal widerfuhr auch den sichtbaren sogenannten Prospektpfeifen, die ursprünglich aus Zinn gefertigt waren. "Für Kriegszwecke hatte die Kirchgemeinde sie im 1. Weltkrieg abzugeben", erklärt Dr. Baudach. Später waren sie durch Zinkpfeifen ersetzt worden. Und auch Vögel und Ungeziefer haben Spuren an dem historischen Instrument mit seinen neun Registern- und 420 Pfeifen hinterlassen.
Die Lüdershäger Kirchgemeinde versucht nun, die Buchholz-Orgel vor einem weiteren Verfall zu bewahren und sammelt seit dem Frühjahr Spenden für ihre Restaurierung. "Denn allein schaffen wir es nicht, die erforderliche Summe von 30000€ aufzubringen", sagt Dr. Baudach, der sich gemeinsam mit seinen Mitstreitern über die gute Akzeptanz und Spendenbereitschaft freut. Bereits 3500 Euro sind auf diesem Weg zusammen gekommen. Auch soll noch ein Antrag auf Förderung beim Landesamt für Denkmalpflege, beim Landkreis Nordvorpommern und bei der Gemeinde gestellt werden. Zudem wurden Kirchgeldsammlungen durchgeführt. Dabei ist die Restaurierung für 2007 geplant, die durch den Mecklenburger Orgelbau erfolgen wird. Die Kirchgemeinde hatte sich für das Unternehmen, das schon seit über 20 Jahren das Instrument betreut, aus drei Angeboten entschieden. "Es war für uns das Umfassendste und Günstigste", so Dr. Baudach.
Die Lüdershäger Buchholz-Orgel, die von ihrem Erbauer an die Bauweise der Kirche angepasst werden musste, hat infolge dessen viele Besonderheiten. Durch die seltene Zweischiffigkeit des Kirchenraumes besitzt auch die Orgel ein einmaliges zweigeteiltes Gehäuse. Zudem ist sie von der Seite zu bespielen, was nicht oft vorkommt. "Und fast alle Teile des Instruments sind - was wiederum selten ist - im Original erhalten geblieben", freut sich Dr. Baudach.
Spenden können unter dem Stichwort "Orgelspende" auf das Konto 100107001 bei der Sparkasse Vorpommern, BLZ 15050500 eingezahlt werden.
Bei großer Hitze starteten wir am 13. Juni mit dem Fahrrad nach Langenhanshagen. Alle freuten sich auf unser Picknick. Jeder hatte etwas mitgebracht. Wir besichtigten die Kirche. Aber was war das? Keine Bänke, kein Altar, keine Orgel! Ein leerer Raum, in dem wir die Akustik ausprobierten. Ein tolles Erlebnis!
Wer mehr von der Kirche sehen will, kann das auch hier im Internet tun: Die Kirche von Langenhanshagen.
unter obiger Überschrift berichtete die OZ vom 13. Juni über das 14. Burgwallsingen: 250 Zuschauer lauschten dem Frauenchor Dorflinde (Thürkow bei Teterow) unter der Leitung von Isolde Endler, dem Frauenchor Bas Sülze/Groß Lüsewitz, geleitet von Dr. Ingrid Wulfert, dem Frauenchor St. Klaren aus Ribnitz Damgarten unter Karin Keller und dem Kirchenchor Marlow unter Udo Steinhauer. Es wurden Frühlings-, Volkslieder und geistliche Musik geboten.
Auf dem Bild, das die OZ zu ihrem Bericht zeigte (Bildautor C.R.), ist erstmalig auch das nun wieder aufgehängte Altarbild des holländischen Malers van Honthorst von 1620 zu sehen. Damit hat der Altar nach 32jähriger Pause sein ursprüngliches Aussehen wieder. Damit ist ein Besuch der Pantlitzer Kirche noch lohnender geworden. Zumal -Meldung der OZ ebenfalls vom 13. Juni- es einen weiteren Grund gibt:
Pantlitz. In der Kirche zu Pantlitz ist am Wochenende die erste Dauerausstellung eines Künstlers mit einer Vernissage mit Saxophonklängen eröffnet worden. Wolfgang Lücke aus Ribnitz-Damgarten zeigt die Entstehung von Radierungen und Grafiken. Die limitierten Produkte seines Schaffens können täglich zwischen 10 und 17 Uhr angesehen werden. Mit der Ausstellung will die Kirchengemeinde Ahrenshagen die Kirche in Pantlitz auch zu einem Ziel für Touristen werden lassen. Die Pantlitzer Kirche ist außerdem Radfahrer-Kirche. Im Patronatsanbau werden die Gäste bewirtet und bekommen notfalls Werkzeuge für eine Reparatur.

Bericht der "OZ" vom 07.06.06
Von MICHAEL SCHISSLER
Tribohm. "Wir hatten gehofft, dass sich etwas hinter dem Altarbild befindet", sagte gestern der Ahrenshäger Pastor Klaus-Christian Hirte in der Tribohmer-Kirche und sah dabei zwei Restauratorinnen bei der Arbeit zu. Die Hoffnung hat sich vor gut vierzehn Tagen erfüllt: Hinter dem Bild des Auferstandenen - es stammt aus dem 20. Jahrhundert, das den Altar zierte, befindet sich das ursprüngliche Bild, das zeitgleich mit dem Altar im Jahr 1745 geschaffen worden war. "Das war schon eine Überraschung für uns", so Klaus-Christian Hirte gestern. Er geht davon aus, dass das Bild aus dem 20. Jahrhundert der Tribohmer Kirche zum Geschenk gemacht worden ist, dann wurde das eigentliche Altarbild überstrichen und das Geschenk davor befestigt.
Über den Maler des alten Altarbildes ist nichts bekannt. "Es wird auch schwierig werden, etwas über ihn herauszufinden", sagte Hirte, das Bild habe keinen Namenschriftzug, "und über Tribohm haben wir so gut wie keine Unterlagen im Archiv, weil das Pfarrhaus dreimal abgebrannt ist".
Auf dem Bild, das die Restauratoren nun mit Skalpellen freigelegt haben, ist eine illusionistische Phantasielandschaft zu sehen, unter dem Bild sind in einem Sockelgemälde die Geburt Jesu und die Taufe dargestellt. "Das ist sehr ungewöhnlich", sagte Hirte, "früher hat man an diesen unteren Platz des Altars oft die Abendmahlszene gesetzt." Restauratorin Elke Kunert schätzt den Altar nach den Worten Hirtes als sehr hochwertig ein", zumal er in einer solch kleinen Dorfkirche stehe. Pastor Higte hat nun Fotografien aufgetrieben, auf denen der Altar aus dem Jahr 1745 noch dargestellt ist. "Da befand sich vor dem Bild noch Zierrat", auch den werde man nun nacharbeiten. Das Foto ist in einem Album von 1875 enthalten, das der Pastor Graefe einer von Hirtes Vorgängern - zu seinem 40-jährigen Dienstjubiläum bekommen hatte.
"Ein solches geschlossenes barockes Ensemble mit Altar, Altarschranke, Kanzel, Kanzeldecke und den beiden Patronatlogen ist zwar nicht selten, aber es ist ungewöhnlich, dass es saniert und aufgearbeitet wird", erläuterte der Pastor. Vor einiger Zeit bereits waren die Patronatlogen abgebaut worden, auch sie werden von der alten Farbe befreit. "Die Kosten für die Sanierung werden sich auf etwa 110 000 Euro belaufen", schätzt Hirte. Das lasse sich nur mit Geld aus verschiedenen Stiftungen ermöglichen. Unterdessen sind auch Mittel für die Sanierung der Südwand in der Tribohmer Kirche zusammengekommen.

Mit viel Geduld wird das ursprüngliche Altarbild in der Tribohmer kirche von Restauratorinnen wiederhergestellt. Über den Maler des Werkes kann man noch nichts sagen. OZ-Foto: MSC

Blick in die Tribohmer Kirche 1875

Die untere Hälfte des nun freigelegten Altarbildes
Pressemitteilung
Die Kirche von Pantlitz im Landkreis Nordvorpommern, gelegen in der Nähe eines slawischen Burgwalls oberhalb des Recknitztales, wird ab Pfingstmontag zur ersten Radfahrerkirche Mecklenburg-Vorpommerns. Die 1869 erbaute Dorfkirche steht direkt am sogenannten Vinetaweg, einem Verbindungsweg zwischen den Europawanderwegen E 9 und E 10. Der gesamte Europawanderweg verbindet St. Petersburg und Gibraltar. Pantlitz ist nach dem sächsischen Weßnig bei Torgau, Wehlen in der sächsischen Schweiz und Pinnow bei Berlin die vierte ostdeutsche Radfahrerkirche.
Radwanderer werden ab Pfingsten täglich zwischen 10 und 17 Uhr in der Kirche eine Rast einlegen können. Auch Werkzeug für kleine Pannen wie Schraubenschlüssel, Luftpumpe und Flickzeug steht zur Verfügung. Bereit liegen werden außerdem eine Kinderbibel zum Lesen und Vorlesen sowie ein Gästebuch. Vom Kirchturm aus hat man einen herrlichen Blick über das Recknitztal.
Die 1869 vom Stralsunder Stadtbaumeister Ernst von Haselberg erbaute Kirche in Pantlitz war Anfang der siebziger Jahre aufgegeben worden und sollte gesprengt werden. Nach 1989 wurde sie mit EU-Fördermitteln wieder aufgebaut. Im Jahr 2005 entstanden mit Hilfe des Förderprogramms "Leader Phis" eine Küche und sanitäre Einrichtungen.

Genutzt wird sie vorwiegend für Konzerte und Ausstellungen. So wird am 11. Juni um 18 Uhr eine Ausstellung mit Radierungen und Holzschnitten des Ribnitzer Künstlers Wolfram Lücke eröffnet. Geplant ist darüber hinaus gemeinsam mit dem Landesamt für Bodendenkmalpflege eine Dauerausstellung zur slawischen Besiedlung der Region.
Bereits zum 14. Mal findet am 17. Juni das sogenannte "Pantlitzer Burgwallsingen" in der Kirche statt. Zu diesem Chortreffen kommen Chöre der Region aber auch aus anderen Bundesländern.

Pantlitz. Für den Ahrenshäger Pastor Klaus-Christian Hirte geht ein Traum in Erfüllung: Während des Sommers wird er die Kirche in Pantlitz für Touristen geöffnet halten können. Damit können die Pantlitzer dann nach der Sanierung des Patronatsanbaus, der eine Kaffeeküche, sanitäre Anlagen und einen kleinen Veranstaltungsraum beherbergt, ihre Kirche für den Küstenvorlandtourismus nutzen. Vor allem, aber nicht nur, will man sich an die Radwanderer unter den Gästen wenden. "Deswegen werden wir ab Pfingsten die erste Radfahrerkirche des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern haben", sagte Klaus-Christian Hirte gestern. Denn die Kirche steht am so genannten Vinetaweg, einem Verbindungsweg zwischen den Europawanderwegen E 9 und E 10. Der gesamte Europawanderweg führt von St. Petersburg bis nach Gibraltar, erläuterte Hirte, der auch weiß, dass viele Radwanderer im Sommer kommen, weil die Wege gut ausgebaut sind.
Wenn die Radwanderer dann in Pantlitz halten, werden Sonja Hecht und Renate Adamsky für Kaffee und Kuchen sorgen. Gestern stimmte diesem Vorhaben auch eine Prüferin des Veterinäramtes zu, die sich die Küche in der Pantlitzer Kirche ansah. Die beiden Frauen, die über die Barther Belschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft in Pantlitz einen Job gefunden haben, werden den Gästen auch die Kirche zeigen und ihnen die Möglichkeit eröffnen, vom Kirchturm über das Land zu sehen und den slawischen Burgwall zu erkunden. Nun wünscht sich Pastor Hirte aber auch, dass die Wasserwanderer auf der Recknitz einen Abstecher nach Pantlitz machen. Sie werden dann auch vielleicht schon die geplante Ausstellung über die slawische Besiedlung der Region sehen können. Die Besucher werden täglich, auch an den Wochenenden, in der Zeit von 10 bis 17 Uhr in die Pantlitzer Kirche kommen können. Am Sonntag, 11. Juni, wird zudem eine Ausstellung mit Radierungen und Holzschnitten des Ribnitzer Künstlers Wolfgang Lücke eröffnet.
Bericht der Ostseezeitung vom 11./12. März 2006
Von KATHRIN SCHNURRER
Tribohm. Willi Schmidt ist nur auf einen Sprung in die Kirche gekommen, will die Heizung anmachen, dann wieder nach Hause gehen. Aber der Pastor ist da und Herr Schmidt hält mit ihm noch einen Plausch. Willi Schmidt ist die "gute Seele" der Kirche, sagt Pastor Klaus-Christian Hirte, er bringt Blumen, putzt und tut "viel Gutes" für das Gotteshaus.

Willi Schmidt und Pastor Klaus-Christian Hirte vor dem Altar der Tribohmer Kirche.
Viel Gutes, das schaffe doch der Pastor selbst, sagt Willi Schmidt. "Wir haben unserem Pastor hier soviel zu verdanken. Er ist so im Einsatz für die Kirche. Sonst wäre das alles nicht möglich."
"Das alles" - das ist die Restaurierung der Tribohmer Kirche, Kleinod des 108 Seelen-Dorfes. Mit dem Dachstuhl begann es 2001. Turmhelm und Turmschaft wurden wieder hergerichtet, Fußboden und Wände im Chorbereich in Ordnung gebracht.
Eine Dauerbaustelle ist diese Kirche. Eine Baustelle, für die sich dauernd Menschen stark machen. Privatleute, wie einige Hamburger Familien oder die alte Dame aus Bayern, die das, was sie in einem Jahr spart, für die Renovierung der Kirche hergibt. Stiftungen wie die Zeit-Stiftung, die Reemtsma-Stiftung, die Katharina und Gerhard Hoffmann-Stiftung oder die Deutsche Stiftung Denkmalschutz - um nur diejenigen zu nennen, die für die Renovierung der Südwand des Chores und die Wiederherstellung der Barockausstattung im Altarbereich spendeten - das sind die Aufgaben für 2006. 36.000 Euro kostet die Südwand, 110.000 Euro die Sanierung des Altars samt Schranke, Kanzel und Patronatslogen.
1745 wurde der Altarbereich des Kirchleins im Barockstil ausgestattet. Hunderteins Jahre später fand man das dann zu bunt, die Säulen und Putten wurden weiß übermalt. "Das war ein theologisches Programm", sagt Pastor Hirte. Nicht auf marmorierte Säulen und farbige Figuren sollten die evangelischen Christen ihr Augenmerk richten, sondern auf das Wort Gottes. Zu viel Buntes lenke von der Predigt ab.
1899 dann machten sich die Maler noch einmal ans Werk. Mit einer so genannten Bierlasur wurden unter anderem Säulen, Altarschranke und Patronatslogen behandelt, eine Farbe, die an helles Holz erinnert. Seit Mitte Januar legen Konservatorin Elke Kuhnert und ihre Mitarbeiterinnen die ursprüngliche Fassung frei. Mit Tensiden und Skalpell nähert man sich der Barockfassung. "Dass eine komplette Ausstattung restauriert wird, hat es im Kirchenkreis Stralsund noch nie gegeben", sagt Pastor Klaus-Christian Hirte. Er freut sich darauf, dass die Farbe in den Altarbereich zurückkehrt.

Altarsäule in der Tribohmer Kirche, Unten: Barocke Marmorierung (1745), die wiederhergestellt werden soll. Links Weiße Übermalung (1846). Rechts Lasur von 1899.
Bericht der Ostseezeitung vom 4./5. Februar 2006
Von MICHAEL SCHISSLER
Tribohm/Lüdershagen. Uhren ziehen den Ahrenshäger Pastor Klaus-Christian Hirte offenbar nicht nur in ihren Bann, wenn es sich um eine Turmuhr handelt, die zudem noch zu einer seiner Kirchen gehört.
Am Donnerstag kann sich der Theologe kaum abwenden von der Vielzahl von Uhren, die Martin Manzei in Lüdershagen in seinen Verkaufsräumen an die Wände gestellt, respektive gehängt hat. Die Uhren haben sich nach und nach angesammelt - und der 26jährige Manzei, der gerade dabei ist, einen größeren Antiquitätenhandel aufzubauen, sagt von sich: "Es hat noch keine Uhr kaputt mein Haus verlassen." Das ist insofern beachtlich, als der Mann gelernter Koch ist. An solche Ecken und Kanten im Lebenslauf stößt sich Pastor Klaus-Christian Hirte aber nicht, ihm geht es um die Tribohmer Kirchturmuhr, die nun bei Martin Manzei eingelagert ist. Sie könnte auch die Uhr sein, die sein Haus in Lüdershagen unrepariert wieder verlässt. "Wir vermuten", so bringt Pastor Hirte das Ergebnis der bisherigen Forschungen Manzeis auf den Punkt, "dass die Kirchturmuhr älter ist als wir angenommen haben."
Martin Manzei weiß es genauer: "Zwischen 1648 und 1650 wurde die Tribohmer Kirchturmuhr wohl eingebaut und in Betrieb genommen. Damals als Uhr mit einem Stundenzeiger, die Minutenanzeiger wurden erst um 1700 herum erfunden." Die Erkenntnis Martin Manzeis deckt sich mit dem Wissen von Pastor Hirte: "In der angesprochenen Zeit wurde der Kirchturm in Tribohm schon einmal saniert, damals bezahlte das die schwedische Königin."
Martin Manzei steht nun vor der Frage: "Soll ich die Kirchturmuhr aufarbeiten oder nicht?" Schwierigkeiten seien dabei absehbar. "Mit den heutigen Mitteln kann man einfach nicht an eine solche alte Uhr herangehen, dafür wissen wir zu wenig über die Zusammensetzung des Metalls." Die Stahlbürste ansetzen und dann mit Rostschutzfarbe überstreichen - das könnte dem Uhrwerk vielleicht schaden.
Manzei, der sich auch mit anderen Turmuhren beschäftigt hat, hat in einem Buch ein ähnliches Modell von Danzig gefunden, es stammt aus dem Jahre 1596 und hat einen Viertelschlag. "Wir werden die Uhr wahrscheinlich in eine Vitrine stellen, sie mit einer Informationstafel versehen und dann ausstellen", sagte am Donnerstag Klaus-Christian Hirte bei einem Gespräch. In Tribohm ist am Kirchturm schon ein Ziffernblatt installiert worden - diesmal mit zwei Zeigern. Später soll ein elektrisches Uhrwerk eingebaut werden, "wenn wir das Geld dafür beisammen haben". Der Wert der alten Uhr ist die historische Bedeutung. "Wir hatten angenommen, dass sie vielleicht 100 Jahre alt ist. Aber immerhin: Tribohm wusste seit 1650, was die Uhr so geschlagen hatte.

Klaus-Christian Hirte (links) und Martin Manzei vor dem Uhrwerk aus dem Tribohmer Kirchturm. Es soll zur Besichtigung für die Besucher ausgestellt werden.

Die Jahreslosung soll uns durch das ganze Jahr hindurch begleiten.
| Gott spricht: Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht. Josua 1,5b |
Zum Jahr 2006 grüßt hier der Kirchturm von Tribohm. Am Heiligabend konnten zum ersten Mal seit Jahren wieder die Glocken zum Gottesdienst rufen. Das war für alle Tribohmer ein bewegender Moment. Denn noch vor kurzem war der rund 600 Jahre alte Turm einsturzgefährdet. In zwei Bauabschnitten konnte dieses einmalige Denkmal der Zimmermannskunst vergangener Jahrhunderte nun gerettet werden. Die aufwendige Sanierung wurde finanziert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Stiftung KiBa Hannover, das Land Mecklenburg-Vorpommern, die Bundesrepublik Deutschland, die Pommersche Landeskirche und die Kirchengemeinde in Tribohm. Wir danken allen, die sich daran beteiligt haben.
Ihr Pastor Klaus-Christian Hirte