Was in diesem Jahr geschah
Diese Seite berichtet über Vorhaben und Geschehnisse in unseren Gemeinden. Die Vorgängerseiten finden Sie im Archiv. Die Seite wird nach Bedarf ergänzt. Besuchen Sie sie ab und zu mal!
Zeitungsbericht, OZ vom 2. Dezember 2004

Weitblick mit Kaffee

Tischler Tom Albekioni arbeitet zur Zeit in der Pantlitzer Kirche

Pantlitz. Auf den Kirchenbänken liegen Schrauben und Holzstücke. Über den Böcken liegen Bretter, darauf eine Tretleiter: In der Pantlitzer Dorfkirche herrscht Hochbetrieb. Ein paar Leute haben sich zur Baubesprechung versammelt, im Hintergrund das Geräusch von Hammern und Flexmaschinen. Pastor Klaus-Christian Hirte denkt schon mal an den Sommer.

Da soll nämlich der Patronatsanbau komplett fertig sein. Ein Schmuckstück, das Gäste anziehen soll, die Ruhe und Erholung suchen. In dem kleinen Cafe beispie1sweise, das im Untergeschoss Platz findet. Oder bei einer Ausstellung in der Kirche. "Wir suchen noch Künstler der Region, die im Sommer gerne hier ausstellen möchten", erklärt der Pastor. Auch Möbel für das Cafe und den Versammlungsraum im Obergeschoss seien willkommen. "Der Rohbau ist bis zum Jahresende fertig", weiß Hirte. Auch die Elektrik ist installiert. Doch bevor man bei einer heißen Tasse Kaffee den Blick über die Recknitz schweifen lassen kann, müssen die Bauarbeiter noch die Pinsel schwingen. Im Frühsommer wird gemalert. Dann kann der Sommer beginnen: Mit Bildern im Kirchenschiff und Besuchern, die sich in Pantlitz wohl fühlen.

Bericht und Foto: K.S.
Raimund Nitzsche berichtet:

Reden statt Schokolade - Ein lebendiger Adventskalender will die Schlemminer zum Gespräch verführen

Der Adventskalender ist seit vielen Jahrzehnten ein beliebtes Mittel, um die Zeit bis zum Weihnachtsfest zu überbrücken. Angefangen hat er ursprünglich mit 24 gedruckten bunten Bildern, die hinter Türen versteckt sind waren. Heute gibt es in den Geschäften die verschiedensten Varianten mit Schokolade oder Spielzeug bis hin zu Angeboten mit Tierfutter für Katzen, Hunde oder Wellensittiche. Der Adventskalender ist so ein Teil des vorweihnachtlichen Konsumrauschs geworden.

Doch in den letzten Jahren ist ein neuer Trend zu beobachten, der viel eher zur eigentlich besinnlichen Adventszeit passt: der lebendige Adventskalender. In vielen Dörfern und Städten in ganz Deutschland finden sich Menschen, die sich in den Wochen vor Weihnachten bei verschiedenen Häusern und Familien treffen, um gemeinsam zu reden, zu singen oder auch Geschichten anzuhören.

Gerade in einem so stark entkirchlichten Dorf wie Schlemmin ist so ein Projekt eine gute Chance, die Kirche bei den Menschen wieder ins Gespräch zu bringen, erzählt Pfarrer Klaus-Christian Hirte. Gemeinsam mit einem Gesprächskreis hat er die Schlemminer von dieser Form, den Advent zu feiern, überzeugt. Erstaunlich schnell hätten sich Menschen bereit gefunden, in der Adventszeit ihre Häuser für Nachbarn und Bekannte zu öffnen.

Jeden Tag außer den Samstagen wird vor einem anderen Haus im Dorf ein großer beleuchteter Stern stehen. Dort können sich die Menschen treffen, miteinander reden und singen oder auch einen Blick hinter die Kulissen der verschiedenen Handwerksbetriebe des Ortes werfen. Geplant sind auch Führungen durch das Schloss, das heute ein Luxushotel beherbergt, oder die Kirche. Und auch die Feuerwehr lädt an einem Tag das Dorf zu sich ein. Die Sonntage schließlich sind den Gottesdiensten vorbehalten.

Sicherlich werde durch eine solche Aktion die Zahl der Gottesdienstbesucher nicht gleich ansteigen, meint Hirte.Doch es ist wichtig, dass die Kirche sich mit ihrer Arbeit gerade auf dem Dorf allen Bewohnern widmet. Wichtig sei ihm dabei vor allem, dass die Menschen im Ort überhaupt wieder damit anfangen, sich zu unterhalten über ihre Freuden und Probleme. Viele hätten das in den letzten Jahren im Blick auf ihre persönliche Situation regelrecht verlernt. Und damit komme auch die Kirche wieder in den Gesprächen vor. Und das ist immerhin schon mal ein wichtiger Anfang.

Bericht von Raimund Nitzsche, 30.11.2004
Wieder mal die OZ!

Klempner setzt Patronatsanbau in Pantlitz das Blechdach auf

Pantlitz. Gestern hieß es für Klaus-Christian Hirte, Pastor in Ahrenshagen, und Elmar Bodet, Bauleiter, wieder einmal einige Treppen zu steigen, um sich über den Fortgang der Bauarbeiten am Patronatsanbau der Pantlitzer Kirche zu informieren.

Nach dem Richtfest, das am Tag der Deutschen Einheit gefeiert wurde und zu dem 140 Gäste gekommen waren, geht es nun auf der Baustelle flott voran. "Ende der Woche wird das Dach fertig sein", sagte Elmar Bodet. Und das, obgleich es keine ganz einfache Aufgabe für den Klempner ist, jedes Stück muss eigens für das Kupferdach angemessen und geformt werden. "Es ist ein schöne, aber auch ein anspruchsvolle Aufgabe", fügte der Bauleiter hinzu. Ein Überraschung allerdings hat es bei der Sanierung und dem Ausbau des Patronatsanbaus doch gegeben. Die Kronen des Gebäudes sind mürbe gewesen, weil die Ziegel den Belastungen fast nicht länger standgehalten hätten. "Die müssen nun auch noch saniert werden`, sagte Bodet, "das ist eine Arbeit, mit der wir nicht gerechnet hatten." Pastor Hirte fügte hinzu, dass Fachleute dem Anbau nur noch zwei Jahre gegeben hatten, dann wäre er nicht mehr zu retten gewesen.

Beim Innenausbau hat man jetzt auch schon gute Fortschritte machen können. "Die Betontreppe für die zweite Etage steht, sagte Klaus-Christian Hirte. Nun fehlen noch die Fliesen. Bald solle auch das Fenster im oberen Bereich des Patronatsanbaus eingebaut werden, das eröffnet dann einen Blick auf das Innere der Kirche. Das zweite Fenster wird ein Zugang zu der Empore in der Kirche werden. Auch die Empore soll demnächst angebaut werden. Für die Teeküche fehlt uns noch ein Elektroherd und eine Spüle", sagte Elmar Bodet. Wenn sich dafür Spender finden könnten, dann sei man schon wieder ein Stück weiter. Die Teeküche soll auf einem gemauerten Sockel in einer schlichten Form entstehen, setzte Pastor Hirte hinzu.

Unterdessen hat Hirte die Vorbereitungen für den eigentlichen Betrieb des Patronatsanbaus bereits anlaufen lassen. Dabei hofft er auch auf die Hilfe der Kommune. "Wir brauchen später hier jemanden, der den Touristen den slawischen Burgwall zeigt und sie durch die Kirche führt, der aber auch einmal einen Kaffee kochen und einen Kuchen backen kann", sagte Hirte, "denn das ist schließlich der Sinn der Sache." Sybille Dally, Künstlerin aus Pantlitz, ist derzeit dabei, so berichtete Hirte weiter, Kollegen zu suchen, die Interesse daran haben, in Pantlitz auszustellen.

Text aus der Ostseezeitung MSC, Oktober 2004

Dachklempnerei

Kupferarbeiten im Dachbereich Foto: Wegener

Restaurierungsarbeiten in der Tribohmer Kirche

Mit Japanpapier gegen den Zahn der Zeit

Restauratorin Kuhnert

Restauratorin Elke Kuhnert klebt Japanpapier auf den Putz der Kirche zu Tribohm. Bis Dezember wird die Nordwand restauriert. OZ-Foto: K. S.

Tribohm. Die Patronatsloge an der Nordwand ist abgebaut. Ein Gerüst ziert anstatt ihrer den Altarraum. Aus der Mauer schauen Respiratoren, Wattebäusche kleben am Gemäuer. An einigen Stellen haftet Japanpapier, So sieht es aus, wenn Elke Kuhnert am Schaffen ist. Sie ist Restauratorin und arbeitet mit ihrem Kollegen Peter Wagner an der Nordwand des Altarraums der Kirche zu Tribohm. An dieser Wand ist die Zeit, vor allem aber der Regen nicht spurlos vorübergegangen: Grüne Algen und feuchte Flecken sind auf dem Putz zu sehen, an einigen Stellen bröckelt er ab. Bevor die 31-Jährige deswegen zu Farbe und Pinsel greift, muss erst einmal der Putz konserviert werden. "Und das nimmt am meisten Zeit in Anspruch", sagt die Fachfrau.

Denn mit einer kleinen Spritze müssen beispielsweise Hohlstellen im Putz dicht gemacht werden. In diese wird Hinterfüllmörtel gefüllt, der dann mittels Respiratoren, die aussehen wie Strohhalme, injiziert werden. Damit der Füllmörtel, der vor der Aushärtung noch sehr flüssig ist, nicht "wegläuft", klebt die Watte an der Wand. Und dann ist da noch etwas: Japanpapier. "Dieses wird mit einer Zellulose befestigt und dient der Festigung der Malschicht. Es wird nachher wieder abgenommen", erklärt die Restauratorin.

Die Kirche in Tribohm, in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut, gehört zu den ältesten im Land. Sie wurde 1844 renoviert, die Wand hellgrau bemalt, mit Maßwerkornamenten verziert: "Es gibt zudem noch ältere Fassungen aus dem Mittelalter und dem Barock", erläutert Kuhnert. Bei einer Renovierung 1870 allerdings wurden die Wände noch einmal gestrichen: braun. "Und seitdem wurde nichts mehr gemacht an den Wänden", weiß die Restauratorin. Vorgesehen ist, die Wandfarbe nach der Fassung von 1844 wiederherzustellen, erzählt Elke Kuhnert. Die Ausstattung allerdings, also Altar, Kanzel und Patronatsloge, sollen, in ihrer ursprünglichen Barockfassung wieder zum Strahlen gebracht werden. Aber das ist Zukunftsmusik. Denn bis Dezember sind die Restauratoren mit der Nordwand beschäftigt.

K. SCHNURRER
Dieser Artikel stand die Tage so in der OZ!
In der Kirche war was los!

Gemeindefest in Ahrenshagen

Am 22. August feierten wir unser Gemeindefest. Rund 80 Gemeindeglieder waren dabei. Dazu schrieb uns Sybille Dally: "Ein Korb voller bunter Wollknäuel in der Kirche. Und im Gottesdienst, den die Kinder um Anna Stornowski und Doris Geier mitgestaltet hatten, durften alle Gemeindeglieder auch damit werfen. Kreuz und quer durch die Ahrenshäger Kirche, um ein Netz daraus zu weben, das symbolisch alle verband. Die Kinder hatten sich im Vorfeld Gedanken darüber gemacht, weiche Arten von Netzen es gibt, angefangen beim Fischernetz bis hin zum Internet(z) und steckten mit ihrer Begeisterung auch die Erwachsenen an. Verbindend ging es auch nach dem Gottesdienst weiter. Im Gemeinderaum waren die Tische gedeckt, Kaffee dampfte in den Kannen und ein von Brigitte Reimer organisiertes reichhaltiges Kuchenbüffett war vorbereitet. Nachdem sich alle gestärkt und die Neuigkeiten aus den Dörfern ausgetauscht hatten, hielt Pfarrer i.R. Michael Reimer einen Vortrag zur pommerschen Identität.

Feiern in der Kirche

Der Bogen spann sich über das Herkommen der Pommern und die Verbindungen zu Preußen bis hin zur Frage, wie pommersches Gedanken- und Kulturgut in die deutsche und europäische Zukunft integriert werden kann, Ein spannender Vortrag, bei dem alle ganz Ohr waren und ihr Interesse am Thema in der nachfolgenden angeregten Diskussion zeigten.

Kirchengemeinde hat mit Sicherungsarbeiten in Pantlitz begonnen
Im Dezember soll der Patronatsanbau völlig saniert sein

Arbeit an den Anbauten

Bild: Auszubildender Sebastian Schmidt packte gestern kräftig an. Die Sicherungsarbeiten für den Patronatsanbau der Pantlitzer Kirche haben begonnen. Die Hausanschlüsse liegen bereits im Boden, bald kommt die Zwischendecke.OZ-Foto: Michael Schißler

Pantlitz. Sommerzeit ist Bauzeit: In Pantlitz hat jetzt die Kirchengemeinde damit begonnen, den Patronatsanbau an der Kirche zu sichern. Damit ist ein erster Schritt getan, um die Bausubstanz zu erhalten. Ist der Patronatsanbau fertig, soll ein neues touristisches Konzept umgesetzt werden. Radwanderer sollen beispielsweise eine Unterkunft darin finden, Kirchenbesucher bewirtet werden.

Elmar Bodet erläuterte, dass man jetzt den Baugrund gesichert und die entsprechenden Hausanschlüsse geschaffen habe. Der alte Boden wurde aus dem Patronatsanbau ausgehoben und dann mit neuem Sand verfüllt, gleichzeitig wurden Matten eingebracht, die verhindern, das sich das Gebäude weiter bewegt. In den Mauern hatten sich im Laufe der Jahre bereits Risse gebildet. Vor allem diese Sicherungen seien notwendig, wenn man die Arbeiten fortsetzen wolle, sagte Bodet. Im Fußbodenbereich werde Gussasphalt aufgetragen werden, der dann auch die Fußbodenheizung aufnehmen solle. Mit dieser Methode, die vielfach bei Industriebauten angewendet werde, habe man den Vorteil, dass die Masse schnell aushärte und man nicht noch mehr zusätzliche Feuchtigkeit in dem lange Jahre dachlosen Anbau habe, wie es bei einem üblichen Estrich der Fall wäre. Weil der Gussasphalt mit einer Temperatur von 250 Grad aufgetragen werde, senke er auch noch die Feuchtigkeit in dem Kirchenanbau.

Eingefügt wird dann eine Decke in dem Anbau - in einem der beiden Räume wird eine Treppe entstehen die dann in die Kirche führen wird. "Deswegen werden wir ein Stück der Empore wieder aufbauen müssen", sagte Elmar Bodet, über dem zweiten Raum werde dann ein Fenster eingebaut werden.

Zudem wird das Mauerwerk saniert und der Patronatsanbau bekommt endlich ein Dach, die Fenster werden wieder in Bleiverglasung entstehen. Der Ahrenshäger Pastor Klaus-Christian Hirte machte deutlich, dass es sich um eine besondere Kirche handele, schon allein wegen des Patronatsanbaus, der in seiner Bauweise den Bürgerhäusern der damaligen Zeiten, die Kirche entstand in den Jahre: 1868/67, nachempfunden wurde. Der Baumeister Ernst von Haselberg habe gewiss einen ziemlichen Humor gehabt, dass er den Anbau, der den Fürsten vorbehalten war, wie Bürgerhäuser baute, sagte Hirte. Bis zum Dezember sollen die Arbeiten an der Pantlitzer Kirche dann abgeschlossen sein. MSC

Bericht der Ostseezeitung vom 12.08.2004
Neues über die Tribohmer Kirche
Auf der Suche nach den verschwundenen Farben

Mecklenburgische & Pommersche
Kirchenzeitung
Sonntag, 6. Juni 2004

Innensanierung der Tribohmer Kirche hat begonnen / 25000 Euro Spendengelder gesammelt

Das Innere der Dorfkirche von Tribohm wirkt ziemlich düster. Einerseits ist das auf die im Laufe der Jahre nachgedunkelten Wände zurück zu führen, die noch dazu an vielen Stellen von Rissen durchzogen sind. Auch wachsen mancherorts Algen, was auf die Feuchtigkeit zurück zu führen ist, die lange Zeit ins Mauerwerk eindringen konnte.
Doch mindestens eben so düster wirken die in Holztönen bemalten Bänke, die Kanzel und der Barockaltar.

Wenn die Stralsunder Restauratorin Elke Kuhnert von ihren Forschungen erzählt, dann entsteht vor dem Auge des Betrachters ein ganz anderes Bild. Eigentlich war die Kirche in ihrer Barockausstattung aus der Mitte des 18. Jahrhunderts viel farbenfroher: Blau, Grau und Gold dominierten den Raum. Dazu gemalter Marmor nicht nur an den Säulen des Altars. Und auch die erste neugotische Bemalung der Wände hatte diese Farbigkeit noch respektiert. Erst später dann habe der Zeitgeist dazu geführt, die Figuren der Evangelisten auf der Kanzel ebenso in Holztönen zu streichen wie die Barock-Engel auf den Logen der Kirchenpatrone und die Säulen des Altars.

Doch die Geschichte der Tribohmer Kirche reicht noch weiter zurück, bis in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts. Spuren davon sind noch immer vorhanden, wenn auch nur an wenigen Stellen sichtbar. Insgesamt vier weitere Farbschichten hat die Restauratorin unter den neugotischen Ornamenten gefunden: So entdeckte sie Ornamente aus der Bauzeit und Bilder von noch nicht identifizierten Figuren ebenfalls noch aus dem Mittelalter, die sämtliche Wände bedeckten. In der Barockzeit dann wurden Vorhänge und Kordeln auf die Wände gemalt, um den Raumeindruck zu verstärken.

Diese verschiedenen Bemalungen aus mehreren hundert Jahren sind nun gefährdet, weil sich der Putz an vielen Stellen von den Wänden löst.

Mindestens 90 000 Euro wird es kosten, um nur die Wände des Chorraumes zu sichern. Doch auch wenn die kleine Dorfgemeinde selbst kaum Geld dafür hat, können jetzt immerhin die Arbeiten an der besonders gefährdeten Nordwand zu beginnen. 25 000 Euro an Spendengeldem aus ganz Deutschland konnten gesammelt werden, weil nicht nur die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, sondern auch Privatleute sich dafür einsetzen, dass die Tribohrner Kirche, die 1997 baupolizeilich gesperrt worden war, erhalten und weiter saniert werden kann.

"Es ist jetzt wichtig, dass auch im Inneren ein Anfang gemacht wird", meint Kuhnert. "Denn wenn die Menschen erst einmal sehen, wie schön diese Kirche wieder werden kann, dann setzen sie sich auch dafür ein, dass die Arbeiten nicht aus Geldmangel wieder eingestellt werden müssen." Sie selbst plädiert dafür, aus Kostengründen vorerst nur die letzte Bemalung der Wände wieder herzustellen. Da dabei die Farbschichten darunter erhalten blieben, könnten spätere Generationen entscheiden, ob sie die mittelalterlichen Bilder wieder freilegen wollten. Und der braune Anstrich der Bänke und anderen Ausstattungsstücke soll natürlich auch verschwinden und Platz für die ursprünglichen Farben machen.

Doch bis die Tribohmer Kirche wieder in Grau, Blau und Gold erstrahlt, wird es wohl noch Jahrzehnte dauern, meint Pfarrer Klaus-Christian Hirte. Wie teuer das Vorhaben werden soll, lässt sich heute noch gar nicht abschätzen. Und derzeit fehlt ja auch noch däs Geld, um die im letzten Jahr begonnene Sanierung des hölzernen Kirchturms zu beenden.

Denn nachdem die Deutsche Stiftung Denkmalschutz über viele Jahre die Arbeiten in Tribohm gefördert hat, hat sie in diesem Jahr ihre Finanzierungszusage zurück gezogen.

RAIMUND NITZSCHE
Singe, wem Gesang gegeben ...
12. Pantlitzer Burgwallsingen am 26. Juni 2004

Wer es diesmal verpasst hat, kann sich hier auf das 13. vorbereiten. Leider geht es nicht akustisch, deshalb nur ein paar Bilder (Eine Kritik oder besser eine Lobrede ist noch in Arbeit und wird demnächst hier erscheinen):

Rechts im Bild, der heitere Beginn

launiger Beginn
Es folgen Blicke auf die beteiligten Chöre:

Potsdam

Chor der Städtischen Musikschule Johann Sebastian Bach, Potsdam. Leitung Marion Kuchenbecker

Marlow

Klein aber fein: Der Marlower Kirchenchor unter Leitung von Herrn Udo Steinhauer

St. Claren Ribnitz-Damgaretn

Die(?) Abschiedsvorstellung des St. Claren-Chores aus Ribnitz-Damgarten, Leitung Karin Keller

Blumengirl Schließlich konnte das Blumengirl den hoch verdienten Dank des Publikums übermitteln. Für die vielen Sänger reichten die Blumen leider nicht. Aber sie wurden durch die Begeisterung des Publikums belohnt.

Nicht im Bild: Die Bewirtung der Gäste durch den Dorfverein mit vielen fleißigen Helfern.
Die erfreulich hohen Spendenerträge, sollen bis zum nächsten Burgwallsingen sichtbaren Erfolg bringen: Sie fließen in den Wiederaufbau der Patronatsanbauten, der bis zum nächsten Sommer abgeschlossen werden soll.

03.07.04

Es folgt der Bericht der
Ostseezeitung vom 28. Juni 2004

Musikalischer Genuß in alten Mauern
12. Burgwallsingen in Pantlitz gut besucht

Pantlitz. Chorgesang hallte am Sonnabend durch die gut besuchte Kirche in Pantlitz. Die ansprechende Akkustik des alten Gemäuers und die schöne Gesangskunst der angereisten Chöre erfreuten die zahlreichen Zuhörer des diesjährigen Burgwallsingens.

Im ersten Teil der gelungenen Veranstaltung wurde ein bunt gemischtes Programm aus Volksliedern, Mitsingen fürs Publikum und geistlicher Musik geboten. So eröffnete der Gemischte Chor der Musikschule "Johann-Sebastian-Bach" aus Potsdam, unter der Leitung von Marion Kuchenbecker, das Singen mit dem Stück jauchzet dem Herrn" von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Anschließend erfreute der "St. Klaren" Chor aus Ribnitz-Damgarten, unter der Leitung von Karin Keller, das Publikum mit Liedern, wie z.B. "Fröhlich fangt alle an" von Melchior Vulpius und "Spielmanns Wanderfahrt" von Martin Ulrich.

Zudem gab der Marlower Kirchenchor, unter der Leitung von Udo Steinhauser, unter anderem Friedrich Händel's "Canticorum jubilo" und die schwedische Volksweise "Der Lärm verebbt" zum Besten. Im zweiten Teil bot der Chor aus Potsdam europäische Volksweisen und Spirituals dar. Neben der musikalischen Kunst wurde mit selbstgebackenem Kuchen und leckerem Grillgut auch für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt.

Im Anschluß an das Burgwallsingen wurden auch wieder Spenden gesammelt, welche der Erneuerung und Erweiterung der Pantlitzer Kirche zugute kommen werden.

S. R.

Wanderung in die Vergangenheit
Pfingstwanderung durch den Pastorbusch

Am Pfingstmontag hatte die Kirchengemeinde in Tribohm zur schon traditionellen Wanderung durch das Naturschutzgebiet "Pastorbusch" eingeladen.

Romantik im Gänsemarsch

Im Gänsemarsch geht es los ...

Rund 30 Interessierte, unter anderem aus Ribnitz aber auch den umliegenden Orten, waren gekommen. Der 22 Hektar große Wald gehört seit rund 800 Jahren der Tribohmer Kirche. Seit 1998 steht er als Naturschutzgebiet unter besonderem Schutz.
Auch in diesem Jahr führte wieder Dr. Gerhard Stephan durch den Wald. Der inzwischen 75jährige Forstprofessor und Heimatforscher erfreute die Anwesenden mit geschichtlichen Informationen zu den drei Mühlen, die früher im Pastorbusch arbeiteten und mancherlei Interessantem über den Wald selbst.

Ihm sei an dieser Stelle für sein unermüdliches Engagement für den Tribohmer Wald herzlich gedankt.
Anschließend war die Kirche zu besichtigen. Da deren Innenrenovierung begonnen hat, ist sie momentan nicht sehr einladend.
Den abschließenden Kaffee gab es vor der Kirche in der herrlichen Frühlingssonne.

Prof. Stephan in Aktion

So ging das mit den Mühlsteinen!

03.06.04
Schön und laut
Blasmusik in der Ahrenshäger Kirche

Am 22. Mai 2004 fand in der Kirche von Ahrenshagen ein bemerkenswertes Konzert statt, das von dem zahlreich erschienen Publikum begeistert aufgenommen wurde : Classic Brass Berlin spielte ein abwechslungsreiches Programm mit Musik vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Konzert in der Kirche

Die unter der musikalischen Leitung des Soloposaunisten der Berliner Philharmoniker Olaf Ott stehenden 11 Künstlerinnen und Künstler erwiesen sich bei ihrem Parforceritt durch die Musikgeschichte als außerordentlich stilsichere Sachwalter der Musik von Melchior Frank, Sebastian Bach und Mozart ebenso wie der Stücke von Kurt Weill und George Gershwin. Besonders gelungen in ihrer grellen Agressivität war die Kleine Dreigroschenmusik von Kurt Weill in einem Arrangement für Blechbläser von David Purser. Glanzlichter setzte die Berliner Sopranistin Ursula Bambuch, die mit warm timbrierter Stimme eine Arie aus "Samson" von Händel und das "Laudate Dominum" von Mozart sang und im. zweiten Teil des Konzertes das expressive "Summertime" aus "Porgy and Bess" so gelungen gestaltete, dass das Publikum herbstliche Temperaturen und einen herniedergehenden Hagelschauer vergessen konnte. Wer nicht nur genau hinhörte sondern auch genau hinsah, konnte erkennen, dass die beiden hochheiligen Damen zur Rechten wie zur Linken des Hochaltares sich gerade entrüstet abwenden wollten, als zu ihren Füssen so etwas Verruchtes wie eine Tangoparodie von (immerhin) Jacob Gade erklang und sich erst wieder beruhigten, als das dankbare Publikum sich eine verinnerlichte Darbietung des "Agnus Dei" von Bizet und die von Ursula Bambuch wunderbar vorgetragene Bitte um Frieden "Bleib bei uns Herr" von Rheinberger erklatschte. Wesentlichen Anteil am Gelingen des Abends hatte die oft launige aber auch zum Nachdenken anregende Moderation durch den Posaunisten Andreas Horsche. Es wäre schön, wenn wir bald wieder so ein Konzert in einer unserer Kirchen hören könnten.

Rainer Dally, 01.06.04
Kirche Pantlitz wird zum Touristentreffpunkt

Mittel für Sanierung des Patronatsanbaus stehen bereit

Die Europäische Union, Kreis und Land wollen zahlen - 80 000 Euro für die Sanierung des Patronatsanbaus der Pantlitzer Kirche. Touristen dürfen sich freuen.

Von MICHAEL SCHISSLER

Pantlitz. Die Idee gibt es schon länger und einer der Wünsche von Klaus-Christian Hirte, Pastor in Ahrenshagen, ist nun in Erfüllung gegangen. Die Kirchengemeinde kann damit beginnen, die Pantlitzer Kirche zu einem touristischen Anlaufpunkt werden zu lassen. Drei Männer trafen sich jetzt in dem Gotteshaus in Pantlitz, um über die Planungen und die Möglichkeiten zu sprechen: der Bausachverständige der Kirche, Gerd Meyerhoff, Architekt Elmar Bodet und Pastor Hirte.

"Eigentlich", so erläuterte Bodet, "handelt es sich bei dem Patronatsanbau um nichts anderes als um einen Treppenaufgang" - nämlich zum Patronatgestühl im Kirchenschiff. In diesem Anbau soll nun eine kleine Küche entstehen, es sollen sanitäre Anlagen gebaut werden und nach den Uberlegungen der Kirchengemeinde soll auch Platz für Ausstellungen und Begegnungen geschaffen werden "Künstler, die hier ausstellen wollen, sind uns willkommen", sagte Pastor Klaus-Christian Hirte. Solche Expositionen sollen die Gäste der Region anlocken, "aber auch der slawische Burgwall und der frühdeutsche Turmhügel sind hier bei uns Sehenswürdigkeiten", fügte der Pastor hinzu. Außerdem ist die Pantlitzer Kirche, deren Turm bereits mit Fördermitteln der Europäischen Union zu einem Aussichtspunkt ausgerüstet wurde, gut vom benachbarten Wasserwanderrastplatz aus zu erreichen und damit auch für Kanufahrer attraktiv. "In der vergangenen Saison hat die Zahl der touristischen Besucher in unseren Kirchen zugenommen", berichtete Hirte, der in den Kirchen Tribohm und Schlemmin bereits touristische Lichter gesetzt hat.

Auch wenn es jetzt 80 000 Euro gibt - 75 Prozent davon kommen aus den EU-Kassen, jeweils 12,5 Prozent zahlen Kreis und Land - machte Elmar Bodet schon klar, dass es ohne Eigenleistung nicht geht. Und damit meinte der Baufachmann nicht die 20 000 Euro, die die Kirchengemeinde als Eigenmittel einbringt. Diese Summe hat sie beim traditionellen Burgwallsingen eingenommen. "Hier müssen schon ein paar Leute mit anpacken", sagte Elmar Bodet. Dafür will Hirte denn auch gern Sorge tragen.

Nach dem Willen des Architekten sollen die Arbeiten zügig beginnen und über ein Jahr hin abgeschlossen werden. Hirte macht sich indessen schon Gedanken, wie er eine weitgehende Öffnung der Kirche Pantlitz für Besucher ermöglichen kann.

Baubesprechung

Elmar Bodet, Gerd Meyerhoff und Klaus-Christian Hirte auf der künftigen Baustelle an der Pantlitzer Kirche.OZ-Foto: MSC

Ostseezeitung vom 17./18.04.2004
Alles wird gut

Mehr als 35 Gemeindeglieder besuchten täglich die Bibelwoche im Pfarrhaus Ahrenshagen

Bibelwoche 2004

Wie bereits in den vergangenen Jahren wurden die abendlichen Veranstaltungen zur Bibelwoche in den evangelischen Kirchengemeinden Ahrenshagen- Pantlitz, Schlemmin und Tribohm überdurchschnittlich gut angenommen. Das zeigte sich nicht nur in den hohen Besucherzahlen, sondern auch in der regen Mitarbeit der Anwesenden. Es war nicht zuletzt der einfühlsamen Führung der Dialoge durch die Gastpastoren zu verdanken, die es verstanden, die oft sehr schwierigen Texte des Propheten Hosea verständlich zu machen und sie auf die Gegenwart anzuwenden. Besonders dieser Zeitbezug machte uns betroffen. Noch heute gibt es fast die gleichen Probleme wie schon vor Jahrtausenden. Grausame Bilder, wie bei Hosea beschrieben, begleiten auch uns täglich in Medienberichten aus aller Welt. - Hat Gott sich von uns abgewandt? - Wir sind Gott schuldig, ihn in jedem Objekt seiner Schöpfung zu erkennen und zu loben. Aus dieser Schlussfolgerung am letzten Tag ergibt sich für uns die Hoffnung - Alles wird gut-.

Siegrid Wegner
Neues Gestühl für die Pantlitzer Kirche

Rinderproduktion hilft der Kirchengemeinde

alle freuen sich!

Wilfried Groth, Klaus-Christian Hirte und Ulf Kühl (von links nach rechts) zeigen das aufgearbeitete Gestühl.

OZ-Foto: MSC
Ostseezeitung vom 4. Februar 2004
Gestühl für Kirche aufgearbeitet

Pantlitz. Eines Tages war es so, dass Wilfried Groth die Plastestühle und die Farbgebung in der Pantlitzer Kirche nicht mehr gefallen haben. Deswegen ergriff der Chef der ADAP-Rinderproduktion in Pantlitz die Initiative, sprach mit Pastor Klaus Christian Hirte und dann ging es los. Groth ließ die Inneneinrichtung des Gotteshauses wieder auf Vordermann bringen. Dabei packte sein Mitarbeiter Ulf Kühl kräftig mit an. Begonnen hatte Kühl damit im Jahr 2002, und 2003 hatte er noch einmal einen Auftrag, den wiederum sein Chef Wilfried Groth in die Wege leitete: Die Pantlitzer Kirche bekam neues Gestühl. Es ist nicht ganz neu, nur etwa 200 Jahre alt und stammt aus der Kirche in Damgarten. Dort wurde es nicht mehr benötigt und gern von Pastor Hirte als Innenausstattung für Pantlitz übernommen. Übrigens zur Freude der Denkmalschützer, die das Material gern weiterverarbeitet sehen wollten. Und das war für Ulf Kühl wieder eine Menge Arbeit, denn es mussten mehrere Farbschichten mit einem Heißluftgerät abgelöst werden, dann kam neue Firnis drauf. Aber pünktlich zum Weihnachtsgottesdienst konnten die Pantlitzer auf neuem Gestühl sitzen. Insgesamt spendete die ADAP-Rinderproduktion damit 800 Arbeitsstunden und 2000 Euro.

MSC
Liebe Gemeinde ...
sparen, sparen, sparen, scheint das Leitbild unserer Tage zu sein. Auch wenn sich die Bildung von fünf Kreisen in Mecklenburg-Vorpommern verzögert, das Land muss sparen und Verwaltungsstellen streichen. Auch bei der Kirche wird die Finanznot immer brisanter. Deshalb schliesst die Pommersche Kirche ihre vier Verwaltungsämter in Stralsund, Pasewalk, Demmin und Greifswald. Ein neues Amt wird in Greifswald gegründet. Man erhofft sich davon Einsparungen. Das ist ein schmerzhafter Einschnitt. Besonders für die 9 Mitarbeiterinnen, die sich nun eine neue Arbeit suchen müssen.
Arbeite, Arbeit,..

Aber auch für jedes einzelne Pfarramt. Die zu leistenden Verwaltungsaufgaben werden immer umfangreicher. Für die eigentlichen Aufgaben eines Pfarrers bleibt immer weniger Zeit. Mancher hat deshalb in den letzten Wochen auf einen Besuch vergeblich gewartet. Aber das ist erst der Anfang. Einsparungen auch bei den Gemeinden sind zu befürchten.

Do it yourself
Aber Klagen hilft nicht. Es gibt wohl nur einen Weg. Die Verantwortung für das Gemeindeleben muss auf noch mehr Schultern verteilt werden. Bei uns gelingt das immer besser. Der neue Besuchskreis und viel ehrenamtliche Mitarbeit auch im letzten Jahr sind dafür ein gutes Beispiel. Vielleicht möchte mancher die Verantwortung für eine Gemeindegruppe übernehmen, oder sich mit eigenen Ideen in der Kirchengemeinde engagieren. Möglichkeiten dafür sind reichlich vorhanden.

Es grüßt Sie herzlich Ihr Pfarrer

Januar 2004
Zum Geleit ins beginnende Jahr

Geleit für 2004

Die Jahreslosung soll uns durch das ganze Jahr hindurch begleiten.

Jesus Christus spricht: Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen.
Markus 13,31

Auch zu diesem Jahreswechsel grüßen wir mit einem Lied, diesmal von Reinhard Henkys:

Gib Frieden, Herr, gib Frieden, die Welt nimmt schlimmen Lauf. Recht wird durch Macht entschieden, wer lügt, liegt obenauf. Das Unrecht geht im Schwange, wer stark ist, der gewinnt. Wir rufen: Herr, wie lange? Hilf uns, die friedlos sind.

Gib Frieden, Herr, wir bitten! Die Erde wartet sehr. Es wird so viel gelitten, die Furcht wächst mehr und mehr. Die Horizonte grollen, der Glaube spinnt sich ein. Hilf, wenn wir weichen wollen, und laß uns nicht allein.

Gib Frieden, Herr, wir bitten! Du selbst bist, was uns fehlt. Du hast für uns gelitten, hast unsern Streit erwählt, damit wir leben könnten, in Ängsten und doch frei, und jedem Freude gönnten, wie feind er uns auch sei.

Gib Frieden, Herr, gib Frieden: Denn trotzig und verzagt hat sich das Herz geschieden von dem, was Liebe sagt! Gib Mut zum Händereichen, zur Rede, die nicht lügt, und mach aus uns ein Zeichen dafür, daß Friede siegt.

© Pfarramt Ahrenshagen, 30.12.2003