Der Chor der Kirche ist der älteste Teil der Kirche. Er stammt aus der "Übergangszeit", dem Übergang zur gotischen Bauweise, etwa um 1240. Das Gewölbe mit ca. 20 cm Steinstärke ist für gotische Verhältnisse ungewöhnlich schwer und erhält von Fachleuten schlechte Noten. Es hat immer wieder größere Reparaturen gebraucht, belegt sind welche in den Jahren 1752, 1825 und schließlich 1978.
Aber: Schlechte Noten hin, schlechte Noten her, anders als viele andere frühgotische Gewölbe, die längst eingefallen sind, ist es noch heute zu bewundern. Im Chor finden sich sehr ursprüngliche Einbauten, hoch bedeutsam aber sind die Gewölbemalereien, die anläßlich einer Renovierung der Kirche 1967 entdeckt und 1968 freigelegt wurden. Die Gemälde werden einer Werkstatt zugeordnet, die in der Nikolaikirche zu Stralsund eine Kreuzigungsgruppe gemalt hat, man schätzt etwa 1340 als Entstehungszeit.

Gleich neben dem Eingang ein verschließbares
Wandschränkchen, etwa 80 cm hoch, dem man sein Alter durchaus ansieht. Die Tür soll aus dem 15. Jahrhundert stammen.
Eine Sakramentsnische, wie die Fachleute meinen. Bei näherem Hinsehen findet man in der Mitte auch einen Einwurfschlitz: Aha, ein Opferstock.
Wenn es stimmt, daß es erst eine Sakramentsnische, dann ein Geldschrank war, ist dieser Wandel schon bemerkenswert.

In der Südostecke, wo einmal eine Sakristei abgeschlagen war, findet sich, ungewöhnlich für eine Kirche, die seit etwa 450 Jahren evangelisch ist, eine Piscina ( = Ausgußbecken für das zur liturgischen Handwaschung und Reinigung der Gefäße verwendete Wasser).

Auch wenn wir hier den Altar und das Patronatsgestühl unterschlagen, ohne den schnellen Blick ins Kirchenschiff geht es nicht. Im Vordergrund eine Grabplatte von 1739. Rechts vorn die hölzerne Taufe. Anders als der Chor hat das Schiff eine Balkendecke.
Und nun die Malerei im Gewölbe:
Sündenfall und Marienverkündigung in der Westkappe des Chores. Das am besten erhaltene Bild.
In der unteren Bildmitte ist der Sündenfall gut zu erkennen, links der Verkündigungsengel, rechts Maria. Über allem trohnt Gott.
Wer das Bild größer sehen möchte, komme nach Ahrenshagen oder klicke ersatzweise das Bild oder die Lupe an.
Das Weihnachtsbild, die Geburt Jesu, leider nur noch mühsam zu erkennen, in der Nordkappe des Chores.
Links befindet sich Maria, das Kind auf dem Schoß, in der Mitte versorgt Josef Ochs und Esel; unten sind die drei Könige, darüber zwei Hirten mit Schafen und Schweinen, rechts ein Pferdeknecht mit zwei Pferden. Über dem Ganzen schwebt ein Engel mit einem Spruchband.
Daß der Ochse (obere Bildmitte) besonders gut zu erkennen ist und dem mecklenburgischen Landeswappen so ähnlich sieht, ist sicher kein Zufall.
Auf das Bild klicken und ein bißchen warten ergibt bessere Sicht.
Die klugen und törichten Jungfrauen und Krönung der Maria. Bild in der Südkappe des Chores.
Links unten die klugen, rechts die törichten Jungfrauen; Darüber sitzen auf dem Thron Salomonis, den man an Löwen erkennt, Maria und Christus. Letzterer krönt die Maria
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Das Bild der Ostkappe hier nur teilweise, es stellt das jüngste Gericht dar und ist wegen des Kanzelaltars von unten nicht im Ganzen zu fotografieren.
Viel besser ist es, bei gutem Wetter (wegen des Lichtes!) und mit viel Muße die Darstellung im Original zu studieren.