Rundgang durch die Kirche in Ahrenshagen

An der Chorwand, gleich rechts neben dem Rand des nebenstehenden Bildes, sehen wir ein großes Kruzifix. Teile des Korpus stammen aus dem 13. Jahrhundert, die Arme wurde 1846 ergänzt. Mit dem zurückhaltend geschmückten Kreuz wirkt das Kruzifix vornehm, schlicht und überzeugend.
Der Stadtbaumeister von Haselberg aus Stralsund, der 1881 die Baudenkmäler des Regierungsbezirkes Stralsund amtlich beschrieb, meint zu diesem Kruzifix: "Ein Gekreuzigter in etwas steifer Darstellung, mit großer Dornenkrone; im Gesicht mehr Ruhe, als Schmerz zeigend, ..."

Kruzifix
Das Auge Gottes

An der Kanzel sieht man das "Auge Gottes", ein seinerzeit sehr beliebtes Motiv, welches Gottes Gegenwart auf etwas problematische Weise darstellt. Die dreieckige Umrandung symbolisiert die Dreieinigkeit.

Auf der anderen Seite, noch dekorativer, das Wappen des Freiherrn von Göden, der also sicher ebenfalls am Altar beteiligt war. Beide Wappen, wesentlich aufwendiger gestaltet, zieren auch das Patronatsgestühl, das gleichzeitig mit dem Altar errichtet worden sein soll.

Wappen von Göden
Plüschow Göden

Rechts die Bekrönung des Patronatsgestühls im neuen Gewand, nach der malerischen Instandsetung von 2004. Darüber, wie original das Grau ist, darf getrost nachgedacht werden. Jedenfalls sind die prachtvoll umrandeten Wappen der Familien Plüschow und Göden, die sich damit ein dekoratives und ausdauerndes Denkmal gesetzt haben, nun besser zu erkennen.

Unten zu sehen der Orgelprospekt vor der 2003/2004 erfolgten Instandsetzung und Renovierung.


Gebaut wurde die Orgel von Johann Friedrich Schulze aus Paulinzella (1793-1858), einem der berühmtesten Orgelbauer seiner Zeit, unbekannt, wann genau. Bevor sie 1846 nach Ahrenshagen kam, stand sie in Greifenhagen (Pommern).

Orgel

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Lupe
Inschrift

Lesehilfe:
Der Weyland Wollgebohrner HErr Henning Julius Mörder Erb Herr auff Daschau, Prustorff, Todenhagen, Gruel und Schorrentin ist auff diese mühsame Welt gebohren Anno 1625 den 17 February, und seelig in Gott dar auß geschieden Anno 1699 den 15 Marty seines Alters Vier und siebenzig Jahr weniger 25 tage


... noch mal Hilfe:
Der Weyland Wollgebohrner Herr Herr Arend Christoffer von Mörder Erb Herr auff Dasschau Prustorff Todenhagen Gruel und Schorentien ist auff diese
mühsame Welt gebohren, Anno 1665, den 24 July, und seelig in Gott wieder dar auß geschiede(n) Anno 1702 den 11 Decembris seines Alters 37 Jahr 4 Monat, 17 Tage

Inschrift
© Pfarramt Ahrenshagen, 2000/2005