Kirche in Ahrenshagen, Rundgang


Der etwas andere Blick von Osten nach Westen (hier nicht anzüglich gemeint) korrigiert den falschen Eindruck.
Ganz vorn links ist kein eigentlicher Gebäudeteil zu sehen, sondern ein Pfeiler, der die Gewölbe des Chores stützt.

Nordseite
Nordtür

Das Nordportal, vor dem es früher eine Eingangshalle gegeben haben soll, wie Fundamentreste nahelegen. Den senkrechten Zierkanten fehlt der obere Abschluß. Schwer zu raten, wie der mal ausgesehen hat.


Besuchen wir das Innere, im Turm:
Die sehr hübsche Bronzeglocke von 1899.
Die Inschriften lauten, auf der gezeigten Seite:
"O Land, Land, höre des Herrn Wort! / Jer. 22,29";
auf der Rückseite wird es umfangreicher:
"Patrone: Königlicher Kammerherr Wilhelm von Stumpfeld-Lillienanker auf Daskow./ Königlicher Rittmeister a. D. Hugo Freiherr von Mecklenburg auf Pantlitz. / Rittergutsbesitzer Wilhelm Rewoldt auf Wiepkenhagen. /
Pastor: Leopold Wilhelm Lotzow. / August Dieckmann - Altenwillershagen. /
Aelteste: Robert Hecht - Trinwillershagen. /
Küster: Herrmann Lücht: /
Gegossen von C. Voss & Sohn in Stettin 1899./ No 1540."

Glocke

Weil Kirchenglocken zu den bestversteckten Kunstwerken überhaupt gehören, bieten wir hier für Interessierte und Geduldige eine genauere Ansicht der Glocke:

Lupe
Figur

Zum Abschied grüßt der heute in Ahrenshagen ansässige glatzköpfige Apostel Paulus (vermutlich), der zu den nicht völlig verborgenen Kunstwerken gehört. Daß ihm die Nase fehlt, liegt an respektlosen Holzwürmern. Er wurde gegen 1900 aus der Pantlitzer Kirche geborgen und gehört wahrscheinlich zur Ausstattung des Vorläuferbaus dieser Kirche.

© Pfarramt Ahrenshagen, 27.09.2000